Bundesliga

Bei Bayer 04 Leverkusen bleibt Realismus gefragt

Verloren gegangene Sicherheit soll zurückgeholt werden

In Leverkusen bleibt Realismus gefragt - mit ein bisschen mehr Tempo

Will auch sein zweites Spiel als Leverkusen-Trainer gewinnen: Hannes Wolf.

Will auch sein zweites Spiel als Leverkusen-Trainer gewinnen: Hannes Wolf. imago images

Wenn die Konkurrenz (wie auch in Stuttgart der VfB auf Borussia Dortmund) aufeinandertrifft und sich gegenseitig die Punkte klaut, dann kann es selbst nur darum gehen, drei Punkte einzufahren. Hier beginnt das Problem für Bayer Leverkusen 2021, denn in diesem Jahr konnte die Werkself noch nicht zwei Spiele hintereinander gewinnen. Das Ergebnis dieser rätselhaften Inkonstanz kann man in der Tabelle ablesen, die Bayer fernab von Platz vier als Sechsten ausweist. Sieben Punkte Rückstand auf die Frankfurter lassen darauf schließen, dass man am Samstag mit einem Sieg der Wolfsburger sympathisiert.

Es ist damit zu rechnen, dass Trainer Hannes Wolf bei der TSG Hoffenheim eine ähnliche Marschroute favorisiert wie am vergangenen Samstag gegen den FC Schalke. "Sicherheit zuerst" ist aktuell das Motto der Leverkusener, solide und robust will man sich Grundtugenden zurückerobern, die unter Peter Bosz zuletzt völlig verloren gegangen waren. Spieler wie Lukas Hradecky, Sven Bender, Exequiel Palacios und Lucas Alario können auf diesem Weg eine wichtige Rolle spielen, weil sie offensichtlich stressresistenter, konsequenter und zielstrebiger agieren als der eine oder andere Kollege, der nur zu gerne noch ein Schleifchen um die Aktion bindet und in der Folge das Paket zu spät oder an der falschen Adresse abliefert.

Realismus ist also gefragt, auf dem Rasen und außerhalb. Dementsprechend formierten Wolf und sein Assistent Peter Hermann am vergangenen Samstag ihr Team, nicht anders werden sie es am Montag machen - wenn auch der Gegner offensiver agieren wird als die Schalker, eine Prise mehr Schnelligkeit auf den Außenpositionen (Diaby, Bailey, Gray) bei möglichen Umschaltaktionen also durchaus helfen könnte. Möglich ist auch, dass Florian Wirtz wieder in die Startformation rutscht. Der 17-Jährige überzeugte nach seiner Einwechslung durchaus, bereitete den Siegtreffer vor und agierte auch geschickt in der Defensive. Er steht als Alternative für den überspielt wirkenden Nadiem Amiri an dessen alter Wirkungsstätte bereit.

Flu