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"Immer wieder dumme Fehler": DFB-Ärger trotz sicherer EM-Qualifikation

Frauen kassieren erneut frühen Rückstand

"Immer wieder dumme Fehler": DFB-Ärger trotz sicherer EM-Qualifikation

Die DFB-Frauen um Kapitänin Alexandra Popp liefen erneut einem frühen Rückstand hinterher.

Die DFB-Frauen um Kapitänin Alexandra Popp liefen erneut einem frühen Rückstand hinterher. IMAGO/Steinbrenner

"Das sollten wir nicht noch mal machen, dass wir am Anfang so schlafen", hatte Bundestrainer Horst Hrubesch nach dem Fehlstart gegen Polen am vergangenen Freitag gefordert. Bereits nach 28 Sekunden lagen die DFB-Frauen in Rostock zurück, drehten das Spiel aber noch in einen 4:1-Sieg.

Diesmal dauerte es bis zu 12. Minute

Obwohl auch am Dienstagabend im zweiten Aufeinandertreffen mit den Polinnen am Ende ein klarer 3:1-Sieg stand, der obendrein die vorzeitige Qualifikation für die EM 2025 in der Schweiz besiegelte, war die Stimmung nicht gelöst. Weil Hrubeschs Mahnung ohne Effekt blieb und das Team erneut früh in Rückstand geriet. Zwar dauerte es diesmal bis in die 12. Minute, doch beim Gegentor wirkte die Hintermannschaft einmal mehr unsortiert und überfordert.

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"Ich weiß nicht, warum wir es uns in der ersten Halbzeit immer so schwer machen", fragte sich Lea Schüller, die in den ersten 45 Minuten mit einem Aluminiumtreffer noch die beste Gelegenheit einer ansonsten blassen und ideenlosen DFB-Elf hatte, beim NDR. "Wir machen immer wieder dumme Fehler und laden damit den Gegner ein, das wurde dann eben bestraft", ärgerte sich Innenverteidigerin Kathrin Hendrich.

Leistungssteigerung in Halbzeit zwei

Die auf sechs Positionen veränderten DFB-Frauen enttäuschten, zeigten aber immerhin wie vier Tage zuvor Comeback-Qualitäten und fuhren nach einem deutlich verbesserten zweiten Durchgang einen verdienten Sieg ein. "In der zweiten Halbzeit zeigen wir dann auch, wie wir es eigentlich können", sagte Schüller, die auch nach Wiederanpfiff eine der auffälligsten Akteurinnen blieb und mit ihrem Doppelpack erst ausglich und ihr Team kurz darauf auf die Siegerstraße brachte.

Und so kam es, dass Kapitänin Alexandra Popp zwar einerseits froh war, "dass wir direkt mit den ersten Spielen das Ticket lösen konnten", sich andererseits aber auch über den Spielverlauf ärgerte: "Wir sind nicht ganz zufrieden, wie es passiert ist. Da müssen wir noch einige Schippen drauflegen." Oder, wie es Hrubesch formulierte: "Wir müssen diese Spiele deutlicher entscheiden".

Nun heißt es Fehler abstellen

Bei den kommenden beiden Quali-Partien gegen Island (12.7., 18.25 Uhr) und Österreich (16.7., 19 Uhr, beide LIVE! bei kicker) kann die DFB-Elf angesichts ihres sicheren EM-Tickets befreit aufspielen. Doch die Spiele dienen einerseits auch zur Vorbereitung auf das Olympische Turnier in Frankreich, dass Ende Juli startet, und sollten andererseits dazu genutzt werden, vermeidbare Fehler abzustellen. Denn anders als die Polinnen sind die kommenden Gegner Australien, USA und Sambia durchaus dazu in der Lage, die Hrubesch-Elf dafür zu bestrafen.

kmx

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