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Immer noch keine Antwort: UEFA zeigt sich von FIFA im WM-Streit enttäuscht

DFB sieht kommenden Online-Gipfel kritisch

Immer noch keine Antwort: UEFA zeigt sich von FIFA im WM-Streit enttäuscht

Die UEFA hat diesen Mittwoch mit einer Pressemitteilung auf die Pläne der FIFA reagiert.

Die UEFA hat diesen Mittwoch mit einer Pressemitteilung auf die Pläne der FIFA reagiert. imago images/PA Images

Die UEFA hat die FIFA für ihre Pläne einer WM und EM alle zwei Jahre erneut kritisiert und verschärft die Forderung nach einer Debatte um den Terminkalender. Auch mehr als eine Woche nach der Bitte der UEFA und ihrer Mitglieder um den DFB, eine Sondersitzung zu organisieren, habe die FIFA darauf noch nicht geantwortet, klagte der Kontinentalverband in einer Mitteilung am Mittwoch.

"Über gewählten Ansatz enttäuscht"

"Die UEFA ist über den gewählten Ansatz enttäuscht, da radikale Reformprojekte bereits kommuniziert und öffentlich beworben wurden, bevor der UEFA die Möglichkeit gegeben wurde, zusammen mit den anderen Interessenträgern in einem Konsultationsverfahren Stellung zu beziehen", hieß es in der Pressemitteilung.

Weiter wies der Kontinentalverband auf Gefahren hin, die eine Halbierung des Rhythmus großer Turniere aus seiner Sicht mit sich bringen würde: So würde der Wert der WM gemindert, schwächere Nationalteams würden weniger sportliche Möglichkeiten haben, da reguläre Spiele durch Endrunden ersetzt würden. Zudem bestünde die Gefahr einer Überforderung der Spieler.

Hoffen auf Machbarkeitsstudie

Nach eigenen Angaben hofft die UEFA, dass die von der FIFA beauftrage Machbarkeitsstudie zum Zweijahresrhythmus auch "sämtliche Folgen und Konsequenzen umfasst". Dazu zählten zum Beispiel Kalender, Auswirkungen auf Klub-Wettbewerbe, auf die physische und mentale Verfassung der Spieler/-innen, auf die Fans, auf das Ökosystem des Fußballs, auf Frauen- und Nachwuchswettbewerbe.

Deshalb soll eine "zukünftige Gestaltung des internationalen Spielkalenders Gegenstand eines grundlegenden Konsultationsverfahrens und Austausches zwischen der FIFA, den Konföderationen und den wichtigsten Interessenträger der Wettbewerbe sein".

Die Gedankenspiele der FIFA, die Weltmeisterschaft ab 2028 und Kontinentalturniere wie die Europameisterschaft ab 2025 alle zwei Jahre auszutragen, hatten vor allem in Europa für jede Menge Kritik gesorgt. UEFA-Präsident Aleksander Ceferin drohte mit Boykott. Der Deutsche Fußball-Bund stellte sich an die Seite der UEFA und betonte, dass eine derartige Entscheidung "nicht ohne die Zustimmung der europäischen Verbände und des europäischen Fußballs getroffen werden darf".

Online-Gipfel angekündigt

Die FIFA will den umstrittenen Plan kommende Woche mit seinen Mitgliedsverbänden debattieren. Am 30. September soll ein so genannter Online-Gipfel über den internationalen Spielkalender stattfinden. Dieser läuft für Frauen Ende 2023 und für Männer 2024 aus.

DFB gegen Online-Gipfel

Der DFB sieht einen Online-Gipfel kritisch und ließ dazu verlauten: "Eine Diskussion unter allen FIFA-Nationalverbänden halten wir ohne vorbereitende Beratungen mit ausführlichen Informationen in allen Gremien derzeit für nicht zielführend." Vielmehr will man die Gespräche zwischen den obersten Repräsentanten der UEFA und FIFA abwarten. "Der DFB wird die beschlossene Linie der UEFA gegen die FIFA-Pläne vollumfänglich unterstützen", hieß es abschließend in dem Statement. 

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sts/dpa/sid