Bundesliga

Im Juli: DFL-Mitgliederversammlung behandelt 50+1-Regel

Kartellamt wird um angemessene Fristverlängerung gebeten

Im Juli: DFL-Mitgliederversammlung behandelt 50+1-Regel

Im Juli wird die 50+1 Regel im Rahmen einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung behandelt.

Im Juli wird die 50+1 Regel im Rahmen einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung behandelt. imago images

Die Zusammenkunft des Gremiums im Juli war aufgrund weiterer Themen unter anderem mit Blick auf den Spielbetrieb in der kommenden Saison 2021/22 ohnehin vor Beginn der Spielzeit vorgesehen. Dabei soll gemeinsam mit den 36 Klubs der Bundesliga und 2. Bundesliga die weitere Vorgehensweise besprochen werden.

Grundprinzip der Regel kartellrechtlich unbedenklich

Das Bundeskartellamt hatte in seiner vorläufigen Einschätzung festgestellt, dass das Grundprinzip der Regel aufgrund der damit verfolgten sportpolitischen Ziele kartellrechtlich unbedenklich sei. Jedoch äußerte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt Zweifel an "der Kombination mit der derzeitigen Förderausnahme". Konkret gibt es diese Ausnahme bei Bayer Leverkusen, der TSG Hoffenheim und dem VfL Wolfsburg.

Die DFL bekam Zeit, um zu dieser vorläufigen Einschätzung Stellung zu beziehen. Auch die beigeladenen Klubs und Investoren können sich äußern. Am Freitag teilte die DFL mit, das Kartellamt "um eine angemessene Verlängerung der Frist für eine Stellungnahme" zu bitten. Im Juli 2018 hatte der Ligaverband beim Bundeskartellamt die Prüfung auf Rechtmäßigkeit der 50+1-Regel beantragt.

Die 50+1-Regel gibt es seit 1999. Deren Einführung sollte einerseits den Erst- und Zweitligisten neue Finanzierungsmöglichkeiten eröffnen, andererseits den Einfluss von Investoren begrenzen und den vereinsgeprägten Charakter erhalten. Die Mehrheit der Stimmrechte muss demnach stets beim Klub liegen.

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jch/dpa/sid