2. Bundesliga

Im Fall Narey: HSV und Düsseldorf wollen schnelle Aufklärung

Nach rassistischen Äußerungen im Topspiel

Im Fall Narey: HSV und Düsseldorf wollen "schnellstmögliche Aufklärung"

Khaled Narey (li.), hier im Duell mit Hamburgs Jonas Meffert, soll das Ziel rassistischer Beleidigungen gewesen sein. 

Khaled Narey (li.), hier im Duell mit Hamburgs Jonas Meffert, soll das Ziel rassistischer Beleidigungen gewesen sein.  picture alliance/dpa

Khaled Narey, ehemaliger Akteur des Hamburger Sportvereins, gab am Sonntag bekannt, bei seiner Rückkehr ins Volksparkstadion mit seinem neuen Verein Fortuna Düsseldorf von den Rängen rassistisch beleidigt worden zu sein. Dies teilte der Flügelstürmer am Sonntag via Instagram mit. Während des Spiels war der 27-Jährige außerdem wiederholt das Ziel von Becherwürfen geworden. 

In seinem Statement zum 1:1 an alter Wirkungsstätte sprach Narey zunächst von einem verdienten Punkt in Hamburg und bedankte sich sowohl bei den mitgereisten Auswärtsfans, als auch Teilen der Hamburger Anhänger, die ihn warm willkommen geheißen hätten. "Allen 'Fans', die mich während des Spiels rassistisch beleidigt und mit Bier beworfen haben" wünsche der Neuzugang der Düsseldorfer "eine gute Besserung". 

"Inakzeptable Vorkommnisse" sollen schnell aufgeklärt werden

Wie der HSV im Verlauf des Sonntags mitteilte, sei man darüber informiert worden, "dass beim gestrigen Heimduell gegen Düsseldorf Spieler beider Mannschaften rassistisch beleidigt worden sein sollen". Diese Vorkommnisse seien inakzeptabel und hätten "sowohl im Volksparkstadion, aber auch in unserer Gesellschaft keinen Platz". Auch die Becherwürfe würden nicht akzeptiert werden. Der Verein betonte, dass man als HSV für Vielfalt stünde und ein Fehlverhalten Einzelner nicht für die Werte des Vereins stünden. Daher werde man "alles uns Mögliche unternehmen, um die Vorfälle aufzuklären und zu ahnden".

Zuspruch erhält der Verein aus der Hansestadt dabei von Fortuna Düsseldorf. Auch der Klub aus dem Rheinland verurteile "die rassistischen Beleidigungen gegen Spieler beider Mannschaften im Rahmen des gestrigen Spiels auf das Schärfste" und stünde hinter den attackierten Spielern. "Rassismus ist zu keinem Zeitpunkt und an keinem Ort zu tolerieren", führten die Düsseldorfer weiterhin aus. Deshalb hoffe man, "dass es dem HSV gelingt, die Vorfälle schnellstmöglich aufzuklären". 

kon