Wintersport

Biathlon-WM: Grotian debütiert im Einzel

19-Jährige rückt ins Aufgebot

Im Einzel: Grotian darf WM-Debüt feiern

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Biathlon-Nachwuchshoffnung Selina Grotian steht in Nove Mesto vor ihrem WM-Debüt. Die 19-Jährige geht am Dienstag bei den Titelkämpfen in Tschechien im Einzel über 15 Kilometer an den Start (17.10 Uhr/ARD und Eurosport). Das deutsche Quartett komplettieren Franziska Preuß, Vanessa Voigt und Janina Hettich-Walz. "Selina hat sehr gut trainiert, sowohl in der Vorbereitung in Ridnaun als auch hier. Sie ist sehr stabil, sehr spritzig und war auch am Schießstand wirklich gut", sagte Sportdirektor Felix Bitterling am Montag.

19-Jährige startete zuletzt im IBU-Cup

Grotian und die 21-jährige Johanna Puff waren auch ohne erfüllte WM-Norm mit zum Saisonhöhepunkt gereist. Jetzt kann zumindest Grotian erste Erfahrungen sammeln. Die fünfmalige Junioren-Weltmeisterin, die als größtes Talent seit Magdalena Neuner und Laura Dahlmeier gilt, war von Beginn an im Weltcup gelaufen. Nach durchwachsenen Leistungen mit Plätzen zwischen 21 und 77 war sie in Ruhpolding nicht mehr im A-Team dabei und lief wieder im zweitklassigen IBU-Cup, ehe sie bei der WM-Generalprobe in Antholz in die Eliteliga zurückkehrte.

"Auch im Weltcup hat sie schon einige Male gezeigt, dass sie läuferisch gut dabei sein kann. Sie hat es nur noch nicht ganz zusammengebracht, dass an einem Tag die Schieß- und Laufleistung wirklich top waren. Aber Nove Mesto wäre kein schlechter Platz, um das zusammenzubringen", sagte Bitterling.

Dahlmeier als Positiv-Beispiel

Ein gutes Beispiel war Laura Dahlmeier. Ohne einen Weltcup-Einsatz war die damals 19-Jährige 2013 als WM-Reservistin nach Nove Mesto gereist. Überraschend wurde die spätere zweimalige Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin für die Staffel nominiert und brachte das Team als einzige fehlerfreie deutsche Schützin von Platz acht an die Spitze - auch, wenn es am Ende mit Rang fünf nicht für eine Medaille reichte.

Strelow wird für Single-Mixed geschont

Bei den Herren muss sich derweil Justus Strelow weiterhin gedulden. Der 27-Jährige, der trotz starker Leistung in der Mixed-Staffel im Sprint nicht zum DSV-Aufgebot gezählt hatte, wird auch im Einzel nicht an den Start gehen. Bitterling begründete das mit der Nominierung Strelows für die Single-Mixed-Staffel am Donnerstag (18 Uhr), für die dieser "mit Abstand der beste Athlet" sei, den man habe. "Wir wissen, wie er schießen und so Druck auf seine Gegner aufbauen kann. Um mit den Laufstärksten bestehen zu können, muss er einfach frisch sein", so der Sportdirektor.

dpa, kmx