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Im 3-2-4-1: Dominantem FC Chelsea gelingt bei Tuchels Debüt kein Tor

Blues im Alu-Glück - Werner nur auf der Bank

Im 3-2-4-1: Dominantem Chelsea gelingt bei Tuchels Debüt kein Tor

Konnte Azpilicueta und Co. seine Ideen erst in einer Trainingseinheit vermitteln: Thomas Tuchel (l.).

Konnte Azpilicueta und Co. seine Ideen erst in einer Trainingseinheit vermitteln: Thomas Tuchel (l.). imago images

In einer aggressiven 3-2-4-1-Grundformation mit Ball bot Tuchel als einen der beiden "Zehner" Havertz auf - Werner saß zunächst auf der Bank, da vorne Giroud stürmte. In der Dreierkette begann Rüdiger neben Thiago Silva und Azpilicueta.

Chelsea dominant, aber stumpf - die beste Chance haben die Gäste

Nach 15 Minuten hatten sich Tuchels Blues zu sagenhaften 85 Prozent Ballbesitz kombiniert - mit viel Dynamik verlief die Partie schon früh hauptsächlich in eine Richtung. Ziyech näherte sich zeitig, aber harmlos aus 18 Metern an (2.); Gefahr versprühte hauptsächlich Rechtsaußen Hudson-Odoi, dessen Hereingabe Giroud knapp verpasste (5.).

Havertz' starkes Solo unterband Coady im letzten Moment (15.), Ziyech versuchte es erneut aus der zweiten Reihe (20.). Von stabilen Wolves, die sich aber kaum entlasten konnten, kam nach vorne wenig - Neves ließ eine gute Freistoßchance aus (22.). Aus ihrer großen Balldominanz machten die Hausherren jedoch wenig. Chilwell verzog per Volley am zweiten Pfosten (31.), Rüdiger prüfte Patricio gefährlich per Kopf im kurzen Eck (39.). Postwendend konterte Wolverhampton mal raffiniert, doch Dendoncker köpfte aus neun Metern drüber (40.).

Alu-Glück für Chelsea - Werner bleibt draußen

Direkt nach dem Seitenwechsel hatte Havertz eine von Chelseas typischen Halbchancen - die Wolves verteidigten Hereingaben aller Art ziemlich resolut. Die Gäste kamen allmählich auch etwas zielstrebiger nach vorne, was ein für die Blues kniffliges Spiel ein wenig offener gestaltete.

Dem Führungstreffer näher waren freilich die Hausherren, für die der von Havertz clever freigespielte Chilwell eine gute Chance aus zwölf Metern leichtfertig vergab (61.). Wenig später hatte der Deutsche das 1:0 selbst auf dem Fuß, in letzter Sekunde grätschte Dendoncker dazwischen (65.). Die Partie hätte allerdings auch in die andere Richtung kippen können: Nach einem Doppelpass tauchte Neto frei vor Mendy auf, sein feiner Lupfer landete aber nur auf dem Querbalken (71.).

In der Schlussphase brachte Tuchel Pulisic, Abraham und Mount - Werner blieb die vollen 90 Minuten draußen. Auch die Joker fanden keine effektiven Lösungen, stattdessen vergaben Kovacic (82.) und Hudson-Odoi (86.) mit sehr guten Schusschancen Chelseas letzte Möglichkeiten auf einen Sieg. So endete Tuchels ball-, aber nicht in allen Lagen spieldominantes Debüt torlos.

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