2. Bundesliga

Wie lange tickt Ingolstadts Roberto Pätzolds Uhr noch?

FCI-Trainer steht unter Druck

"Ich werde alles dafür tun" - Pätzolds Stuhl wackelt

Enttäuschter Blick: Roberto Pätzold.

Enttäuschter Blick: Roberto Pätzold. imago images/Stefan Bösl

Tabellenplatz 17, sechs Niederlagen aus acht Spielen und die schlechteste Defensive (20 Gegentore): Der Saisonstart des FC Ingolstadt verläuft desaströs. Die 1:2-Pleite gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag stellte zeitgleich die dritte Niederlage in Folge dar - und setzt Trainer Roberto Pätzold nun gehörig unter Druck. Bereits vor der Partie hatte Vorstandschef Peter Jackwerth angekündigt, bei ihm "beginnt die Uhr jetzt zu ticken". 

Ineffektive Schanzer

Dabei hätte das Heimspiel gegen die Fortuna gut und gerne auch in eine andere Richtung kippen können. Zwar waren die Schanzer spielerisch unterlegen, verzeichneten mit Schmidt aber gleich zweimal die besten Chancen des Spiels (42., 55.) - noch vor dem ersten Gegentreffer. Es sei ohnehin eines dieser "engen Spiele" gewesen, die dann oft "durch Einzelaktionen oder Standardsituationen entschieden werden", erklärte Pätzold nach dem Schlusspfiff gegenüber der "ARD". Und genau mit solch einer ging die Fortuna in Führung. Hoffmann köpfte einen Narey-Freistoß ein (57.). 

Nichtsdestotrotz kann man nicht davon sprechen, der Trainer hätte keine Spielidee implementiert. Die Handschrift mit einer defensiven Dreierkette im Aufbau, der primären defensiven Kompaktheit und dem Flügelspiel war auch gegen Düsseldorf klar zu erkennen. Auch der Einsatz, der "beherzte Auftritt", wie es Pätzold nannte, stimmte. Zu oft aber traten die verunsichert wirkenden Ingolstädter eine Flanke zu weit, einen Pass zu ungenau. Zu selten hatte einer der Offensiven eine Idee oder das Selbstvertrauen, um den Bock umzustoßen. Und dann kassierten die Schanzer noch den zweiten Gegentreffer durch Joker Zimmermann, nachdem sie offensiver nach vorne gespielt hatten (74.).

Pätzold möchte den "FCI in die Spur bringen"

Trotzdem: "Ich glaube, die Jungs hätten sich das Unentschieden heute mega verdient gehabt", konstatierte der Coach. "Und es tut mir unendlich leid, dass sie sich dafür nicht belohnen konnten." Dabei scheiterten die Schanzer denkbar knapp. Kayas Foulelfmeter und Anschlusstreffer in den wilden Schlussminuten, in denen die in Unterzahl spielenden Gäste defensive Schwächen aufzeigten, kam jedoch zu spät. Der Aufsteiger tritt im Tabellenkeller weiter auf der Stelle. Und die Frage, wie lange Pätzolds Uhr noch weitertickt, drängt sich mehr und mehr auf. 

"Dazu kann ich nichts sagen", erwiderte der 42-Jährige nüchtern nach dem Spiel. "Natürlich steht das Ergebnis auch wieder so da, wie es nun mal dasteht. Und die Tabellensituation ist auch für jeden nachvollziehbar." Zum Schluss stellte Pätzold jedoch klar: "Ich werde alles dafür tun, auch weiterhin den FCI in die Spur zu bringen und in Richtung Klassenerhalt zu bewegen." Den nächsten Schritt dafür kann Ingolstadt dann am 3. Oktober (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) beim FC Schalke 04 gehen.

lfr

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