Int. Fußball

"Ich war jung und naiv"

England: Kevin-Prince Boateng will weg

"Ich war jung und naiv"

Kevin-Prince Boateng

Bei Tottenham auf Abstellgleis: Kevin-Prince Boateng sehnt sich nach der Bundesliga. dpa

In einem Interview mit dem kicker-sportmagazin bedauerte Boateng selbstkritisch den Wechsel auf die Insel. Sein Weggang von Hertha BSC sei "überstürzt" gewesen: "Ich war jung und naiv." Sein damaliger Berater habe ihn zu einem Wechsel gedrängt, mit Manager Dieter Hoeneß sei er in Streit geraten. "Heute weiß ich, dass mir zwei oder drei weitere Jahre bei Hertha BSC und unter Lucien Favre gutgetan hätten", so der Mittelfeldspieler.

Nur 13 Spiele absolvierte Boateng in der letzten Saison für seinen aktuellen Arbeitgeber, davon nur eines über die kompletten 90 Minuten. In der laufenden Spieltag kam er in der Premier League noch kein einziges Mal zum Einsatz.

"Ich habe Trainer Juande Ramos bei meinen Einsätzen offenbar nicht überzeugt", so Boateng. Dabei war der am Wochenende entlassene Coach der "Spurs" kurz nach Boatang nach Tottenham gewechselt und hatte zuvor als Trainer des FC Sevilla versucht, den Jungspieler nach Spanien zu locken.

Jetzt stecke er "in der schwierigsten Phase meiner Karriere" und hofft auf einen baldigen Wechsel ("Ich muss im Winter weg"). In der Sommerpause waren neben Birmingham City aus der Bundesliga auch der VfB Stuttgart und Borussia Dortmund interessiert, doch ein Transfer scheiterte an den zu hohen Ablöseforderungen Tottenhams. Dass er bei seinem Wechsel gleich für fünf Jahre unterschrieben habe, sei "auch nicht hilfreich" gewesen. Als die Deals im Sommer geplatzt waren, sei er "unendlich traurig" gewesen.

Immerhin kann Boateng seinen Erfahrungen in England auch etwas Positives abgewinnen: "Ich habe gegen Cristiano Ronaldo und Claude Makelele gespielt. Das nimmt mir niemand mehr."