3. Liga

Warum es für Waldhof-Coach Christian Neidhart teuer wird

Mannheims fast perfekter Saisonstart

"Ich muss blechen": Warum es für Waldhof-Coach Neidhart teuer wird

Pure Erleichterung: Waldhof-Coach Christian Neidhart umarmte Siegtorschütze Marten Winkler.

Pure Erleichterung: Waldhof-Coach Christian Neidhart umarmte Siegtorschütze Marten Winkler. IMAGO/Thomas Frey

Wäre, ja wäre da nicht die 95. Minute in Paderborn gewesen. Der SV Waldhof Mannheim hatte gegen Verl gerade das späte 2:1 geschossen, um sich mit der letzten Aktion des Spiels doch noch den Ausgleichstreffer zu fangen. Es wäre der dritte Pflichtspielsieg in Folge gewesen, nachdem man bereits zum Auftakt Viktoria Köln bezwungen und im DFB-Pokal Zweitligist Kiel im Elfmeterschießen ausgeschaltet hatte.

Am Mittwochabend lieferten die Quadratestädter aber die perfekte Antwort auf das unglückliche Ende in Paderborn, gegen Erzgebirge Aue war es dieses Mal der Waldhof, der sich spät jubelnd in den Armen lag. Joker Marten Winkler hatte in Minute 86 das entscheidende 1:0 gegen die Veilchen erzielt, per Kopf nach einer Freistoßflanke von Alexander Rossipal. "Der Ball kam, ich sehe rechts, links, keiner war da, Tor", lautete die kurze Analyse des Matchwinners, der am Mikrofon von "Magenta Sport" ein wenig aus der Puste war.

"Leidenschaft pur, Kampf pur"

Des Öfteren nach Luft schnappen musste auch Trainer Christian Neidhart, der an der Seitenlinie immer wieder Antreiber für seine Mannschaft war und das ein oder andere Mal seinen Unmut gegenüber einer Entscheidung von Schiedsrichter Tobias Welz äußerte. Der Coach des SVM sah "Leidenschaft pur, Kampf pur" sowie "von beiden Seiten ein intensives Spiel mit vielen Nicklichkeiten".

Warum seine Mannschaft anders als gegen Verl als Sieger vom Platz ging? "Wir haben uns bei den Kleinigkeiten geschickter angestellt", lobte der 53-Jährige, dem mit Mannheim ein starker Start gelungen ist, diesen aber auch in den eigenen Taschen zu spüren bekommt. "Wir machen wirklich viel bei Standards, das Schlimme daran ist, dass jedes Standard-Tor den Trainer richtig Geld kostet", gab Neidhart einen Einblick in die internen Absprachen.

Da sowohl gegen Köln als auch gegen Verl und Aue sein Team aus einem ruhenden Ball traf, wird es für Neidhart in der Tat kostspielig. "Ich habe gesagt, ich lass' mich nicht lumpen. Ich denke, dass ich am Ende des Monats noch was im Kühlschrank habe. Aber ich muss blechen", so Neidhart, der die genaue Summe letztlich nicht verraten wollte. Dennoch dürfte er diese gerne zahlen, da die Standardstärke seiner Mannschaft einmal mehr den Unterschied machte.

tso

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