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Juventus: Massimiliano Allegri stellt sich zum zweiten Mal vor

Neuer, alter Trainer offiziell zurück in Turin

"Ich habe Real für Juve abgesagt": Allegri stellt sich zum zweiten Mal vor

Zurück bei der Alten Dame: Erfolgstrainer Massimiliano "Max" Allegri.

Zurück bei der Alten Dame: Erfolgstrainer Massimiliano "Max" Allegri. imago images/Pacific Press Agency

Juventus-Präsident Andrea Agnelli hat am Montag bei der Vorstellung von Rückkehrer Massimiliano "Max" Allegri nicht lange um den heißen Brei herumgeredet. Der 45-Jährige hatte keine "neuartigen Updates" parat, schließlich sei es unnötig, den Coach vorzustellen oder nochmals von seinen Erfolgen zu sprechen. Diese seien schließlich allseits bekannt. Kurz sollen sie aber erwähnt sein: Nach seiner Arbeit bei der AC Mailand (Meisterschaft 2011) hat der inzwischen 53-Jährige Juve bereits zwischen 2014 und 2019 trainiert und in diesem Zeitraum fünf von fünf möglichen Scudetti inklusive vier Coppa-Italia-Erfolgen eingeheimst. Trotz zweier Finalteilnahmen hat lediglich der erhoffte Triumph in der Königsklasse gefehlt, weswegen sich die Wege beider Parteien vor zwei Jahren getrennt hatten.

Nun aber sitzt Allegri wieder auf der Turiner Trainerbank - und hat die Aufgaben vor der Brust, die er damals schon angemerkt hat: Er muss den Bianconeri neues Leben einhauchen und eine perfekte Mischung aus alten Recken sowie jungen Wilden finden, die nach dem gerade noch erreichten Serie-A-Rang vier oder dem frühen Champions-League-Aus unter Andrea Pirlo wieder ganz oben angreifen können.

Trainersteckbrief Allegri
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Trainersteckbrief Sarri
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Trainersteckbrief Pirlo
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Dybala Paulo

Juventus Turin - Vereinsdaten
Juventus Turin

Gründungsdatum

01.11.1897

Vereinsfarben

Weiß-Schwarz

Juventus Turin - Termine

"Max verkörpert unseren Siegeswillen", so Präsident Agnelli weiter. "Wir haben zusammen analysiert, was Juventus braucht - und wir wissen, dass diese Rückkehr für uns beide auch ein Risiko ist nach den großen Erfolgen der Vergangenheit, die kaum zu toppen sind. Doch an den hohen Erwartungen wächst man auch, deswegen haben wir uns zusammen für diesen Weg entschieden." Einen neuen, alten Weg, der dorthin führen soll, dass die Alte Dame im März 2022 noch bestens "um alle drei Titel" mitspielen kann.

Allegri witzelt etwas über Abwehrchef Bonucci

Dafür hat Allegri, der sich in den letzten beiden Spielzeiten bewusst etwas aus der Öffentlichkeit zurückgezogen hat, auch eine große Möglichkeit ausgeschlagen - ein königliches Angebot sozusagen. "Ich muss mich beim Präsidenten von Real Madrid (Florentino Perez; d. Red.) bedanken, dass er mir die Chance unterbreitet hat. Doch ich habe Real Madrid abgesagt (dort trainiert nun wieder Carlo Ancelotti; d. Red.) und mich stattdessen für Juventus entschieden aufgrund meiner Liebe zu diesem Klub - und weil ich darüber hinaus an das junge Team glaube. Für mich beginnt ein neues Kapitel bei Juventus, wo es viele Spieler zu entwickeln gilt."

Und wo es für Allegri darauf ankommt, gestandene Recken um diese junge Garde bestehend aus Matthijs de Ligt, Federico Chiesa oder Weston McKennie bestmöglich herumzubauen. Wenig überraschend werden die defensive Achse dabei die beiden Europameister Leonardo Bonucci und Giorgio Chiellini bilden. Letzterer hat zwar noch keinen neuen Vertrag, was aber nur Formsache sein soll. Allegri hat bereits bestätigt, dass Chiellini auch wieder sein Kapitän sowie Paulo Dybala dessen Stellvertreter sein wird - und dabei auch humorvoll Ballverteiler und Abwehrchef Bonucci ausgebremst: "Wegen seiner Erfahrung bei Juventus ist Dybala eine gute Wahl für den Vizekapitän. Bonucci dagegen ist für eine Saison gegangen (zu Milan 2017/18; d. Red.), er hat diese Entscheidung ganz allein getroffen. Wenn er also die Kapitänsbinde haben will, muss er eine kaufen und damit auf der Straße spielen. Das weiß Leo aber auch."

Wie klappt es mit CR7?

Massimiliano Allegri und Cristiano Ronaldo umarmen sich.

Auf eine neue Juve-Zusammenarbeit: Max Allegri und Cristiano Ronaldo begegnen sich ein zweites Mal. imago images / Gribaudi/ImagePhoto

Darüber hinaus muss Allegri dafür sorgen, dass sich Dybala auf dem Feld mit Superstar Cristiano Ronaldo bestens versteht. Beide Offensivkünstler, die jeweils noch bis 2022 gebunden sind, nehmen wieder am Training teil und sollen auch definitiv für die kommende Serie-A-Saison bleiben - Dybala sogar alsbald verlängern.

Dass das Verhältnis zwischen dem Juve-Trainer und CR7 bei deren erster Zusammenarbeit 2018/19 eher als kühl und professionell, nicht aber als freundschaftlich beschrieben worden ist, soll kein Hindernis sein. Allegri selbst hat das klargestellt: "Ronaldo ist ein großartiger Spieler und kluger Kopf. Ich habe ihm gesagt, dass das nun eine sehr wichtige, wegweisende Saison sein wird - und dass ich froh bin, ihn wieder getroffen zu haben. Er selbst hat inzwischen auch mehr Verantwortung nach drei Jahren bei diesem Team. Ich erwarte viel von ihm."

Groß Gedanken um die perfekte Position für den Portugiesen müsse sich Allegri derweil nicht machen: "Das Einzige, was ich weiß, ist, dass er Tore machen wird - ganz egal, wo er spielt. Er und Dybala machen vor dem Tor einfach kaum Fehler."

mag

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