Formel 1

Zhou nach Unfall aus dem Strecken-Krankenhaus entlassen

Albon per Helikopter ins Krankenhaus gebracht

"Ich bin fit": Zhou nach schwerem Unfall aus dem Strecken-Krankenhaus entlassen

Guanyu Zhou wurde nach seinem schweren Unfall beim Start des Rennens in Silverstone aus dem Krankenhaus entlassen.

Guanyu Zhou wurde nach seinem schweren Unfall beim Start des Rennens in Silverstone aus dem Krankenhaus entlassen. IMAGO/Motorsport Images

Wie durch ein Wunder hat Formel-1-Pilot Guanyu Zhou einen Horror-Unfall beim Grand Prix in Silverstone ohne schwere Verletzungen überstanden. Der Chinese überschlug sich am Sonntag kurz nach dem Start nach einer Kollision mit Mercedes-Pilot George Russell in seinem Alfa Romeo und krachte über die Reifenstapel hinweg in den Fangzaun. Das Rennen wurde sofort unterbrochen.

Nach bangen Minuten teilte Zhous Team mit, der 23-Jährige sei wohlauf. "Er spricht und scheint keine äußeren Verletzungen zu haben", sagte Alfa-Teammanager Beat Zehnder dem TV-Sender "Sky".

Zhou wurde auf einer Trage ins Strecken-Krankenhaus gebracht. Der Weltverband Fia teilte nach einer Untersuchung schnell mit, dass Zhou "fit" sei und bereits aus der Einrichtung entlassen werden konnte.

"Fantastisch reagiert": Zhou meldet sich zu Wort

Inzwischen gibt es auch vom Profifahrer selbst Entwarnung. "Es war ein schwerer Unfall und ich bin froh, dass es mir gut geht", sagte der Chinese. Er will so schnell wie möglich wieder "auf die Strecke" und "das tun, was ich liebe: Ich bin fit und freue mich auf Österreich nächste Woche". "Die Streckenposten und das medizinische Team an der Strecke haben fantastisch schnell reagiert. Außerdem muss ich mich bei der FIA und der Formel 1 für all die Arbeit bedanken, die sie geleistet haben und weiterhin leisten, um die Sicherheit unserer Autos zu verbessern", sagte Zhou darüber hinaus. "Der Halo hat mich heute gerettet - und das zeigt, dass jeder Schritt, den wir zur Verbesserung unserer Autos unternehmen, echte, wertvolle Ergebnisse bringt."

Mehrere Autos waren in den heftigen Unfall verwickelt. Der Franzose Pierre Gasly hatte im Alpha Tauri beim Überholversuch Russells Mercedes touchiert. Der Silberpfeil-Pilot crashte daraufhin in Zhous Auto, das sich drehte und kopfüber von der Strecke raste. Neben Russell musste auch Alexander Albon seinen beschädigten Boliden am Streckenrand abstellen. Der Thailänder wurde nach Angaben seines Williams-Teams per Hubschrauber "für vorsorgliche Untersuchung" ins Coventry Hospital gebracht. Zuvor hatte der Weltverband FIA mitgeteilt, Albon sei bei Bewusstsein und habe keine schweren Verletzungen erlitten.

Alpine-Fahrer Esteban Ocon und Yuki Tsunoda im Alpha Tauri konnten ihre ramponierten Rennwagen noch an die Box zurückfahren. Wegen der Aufräumarbeiten blieb der zehnte Saisonlauf länger unterbrochen.

Am späten Sonntagabend wurde bekannt, dass auch der ins Spital eingelieferte Albon wieder aus der Klinik entlassen wurde. "Wir sind froh, bestätigen zu können, dass für Alex komplette Entwarnung gegeben worden ist und er das Coventry Hospital verlassen kann", teilte sein Rennstall Williams mit. "Alles okay", twitterte Albon zudem am Abend zu einem Selfie aus dem Coventry Hospital. Er sei froh, dass es auch seinem Rivalen Zhou gut gehe. Jetzt habe er ebenfalls schon "die Augen schon auf Österreich" gerichtet.

dpa, mag

F1-Weltmeister: Verstappen in den Spuren von Schumacher und Hamilton