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"Ibra" und Lukaku kurz vor Prügelei - Matchwinner Eriksen

Coppa Italia, Viertelfinale: Schwede fliegt vom Platz

"Ibra" und Lukaku kurz vor Prügelei - Matchwinner Eriksen

Werden keine Freunde mehr: Zlatan Ibrahimovic und Romelu Lukaku.

Werden keine Freunde mehr: Zlatan Ibrahimovic und Romelu Lukaku. imago images

Die interessanteste Personalie vor diesem Stadtderby betraf Milan. Bei den Rossoneri stand Tatarusanu für den gesperrten Donnarumma im Tor. Dazu sah man gespannt dem Duell der beiden Torjäger Zlatan Ibrahimovic und Romelu Lukaku entgegen.

Es dauerte eine ganz Weile, ehe die Partie Fahrt aufnahm. In der 13. Minute kam Milan der Führung nahe, doch Diaz verpasste nach Ibrahimovics Hereingabe mit der Schulter knapp, das Leder flog knapp am langen Eck vorbei. In der 20. Minute musste Kjaer verletzungsbedingt ausgewechselt werden, Tomori kam ins Spiel.

Lukaku lässt aus, Ibrahimovic trifft

Und die neu formierte Milan-Abwehr bekam einiges zu tun. Lukaku erhielt den Ball mit dem Rücken zum Tor, verzögerte geschickt und schloss aus elf Metern durch die Beine von Romagnoli ab. Keeper Tatarusanu klärte reaktionsschnell per Fußabwehr (25.). Kurz darauf blockte Romagnoli einen weiteren Versuch von Lukaku gerade noch zur Ecke.

Inter war am Drücker - doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Die Nerazzurri bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Meité köpfte das Leder zum am Strafraum lauernden Ibrahimovic, der aus 16 Metern abzog und ins lange Eck traf zum 1:0 für Milan.

Minutenlanges Scharmützel zwischen Ibra und Lukaku

Inter ließ sich davon nicht sonderlich beirren und hatte Pech, dass Theo beim Kopfball von Sanchez auf der Linie klärte (37.). Unmittelbar vor der Pause ging es dann richtig rund, was aber keinen sportlichen Hintergrund hatte. Lukaku schlug nach einem an ihm begangenen Foul eine Entschuldigung aus, woraufhin sich offenbar Ibrahimovic einschaltete. Die beiden lieferten sich ein endloses Wortgefecht, bekriegten sich kurz in bester Hahnenkampf-Manier sogar mit den Köpfen. Beide sahen Gelb, Lukaku fehlt deswegen im Halbfinale. Auch auf dem Weg in die Kabinen nahm das Scharmützel kein Ende, die Gestiken deuteten sogar auf eine Verabredung zur zünftigen Prügelei im Kabinentrakt hin.

Es war fast zu erahnen, dass einer von beiden das Spiel nicht beenden würde. Allein der relativ harmlose Grund überraschte: Ibrahimovic foulte im Mittelfeld Kolarov ein wenig ungeschickt, die Ampelkarte zu zeigen war aber eine harte Entscheidung (58.). Milan-Keeper Tatarusanu hatte zuvor schon eine Freistoßchance von Kolarov (50.) und eine Gelegenheit von Sanchez (51.) zunichte gemacht, in Überzahl köpfte dann Perisic haarscharf über das Tor (67.).

Der Ausgleich und ein verletzter Referee

In der 71. Minute war es dann aber geschafft. Barella kam im Zweikampf gegen Leao zu Fall, nach VAR-Eingriff gab es den fälligen Strafstoß. Lukaku versenkte das Leder mit Lattenkontakt im linken oberen Eck zum 1:1. Fünf Minuten später war dann die Partie für Referee Valeri (Oberschenkelverletzung) gelaufen, er musste von einem Kollegen ersetzt werden.

In der Schlussphase warf Inter nochmal alles nach vorn, doch der eingewechselte Lautaro Martinez scheiterte in der zehn Minuten währenden Nachspielzeit genauso wie Lukaku am überragenden Tatarusanu. Unmittelbar vor Schluss schaffte es doch noch einer, den Schlussmann zu überwinden. Eriksen zirkelte einen von Kessié verursachten Freistoß aus 19 Metern derart akkurat über die Mauer, dass der Rumäne nicht einmal reagierte - ein Sahnetor des bei Inter umstrittenen Dänen!

Im Halbfinale treffen die Nerazzurri auf den Gewinner der Partie zwischen Zweitligist SPAL Ferrara und Juventus Turin. Dann aber ohne den gesperrten Lukaku.

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