2. Bundesliga

Hunts Zukunft beim HSV offen - Aufstieg als letzter Auftrag?

HSV: Vertrag des Routiniers läuft am Saisonende aus

Hunts Zukunft offen - Aufstieg als letzter Auftrag?

Ob Aaron Hunt auch über diesen Sommer hinaus das HSV-Trikot anziehen wird, ist ungewiss.

Ob Aaron Hunt auch über diesen Sommer hinaus das HSV-Trikot anziehen wird, ist ungewiss. imago images

"Ich habe selten einen so guten Fußballer in meiner Mannschaft gehabt und habe riesigen Respekt vor ihm als Menschen", sagt HSV-Coach Daniel Thioune über Aaron Hunt. Angesichts dieses Lobs sollte es doch eigentlich eine reine Formalie sein, den am Saisonende auslaufenden Vertrag des 34-Jährigen zu verlängern.

Ist es aber nicht. Denn obwohl Hunt im Jahr 2018 zu stark reduzierten Bezügen verlängerte, liegt er mit seinem Gehalt zum Beispiel noch vor Torjäger Simon Terodde. In einem vierten Zweitliga-Jahr müsste der HSV nochmals wirtschaftlich abspecken, ein Verbleib Hunts wäre unter diesem Szenario ziemlich unrealistisch.

Bei Aufstieg stellt sich die Frage nach der Physis

Doch der HSV und Hunt wollen mit aller Macht in die Bundesliga. "Für mich zählt nur, im dritten Anlauf endlich aufzusteigen", beschrieb Hunt sein primäres Ziel. Dann würde sich die Frage der Physis stellen. Der in den Vorjahren anfällige Techniker kommt zwar verletzungsfrei durch die Saison, aber reichen Tempo und Dynamik noch für eine Rolle im Oberhaus?

Es war Thioune, der auch den Begriff der "Aaron-Hunt-Spiele" prägte. Jene, in denen es auf Ballsicherheit und Ruhe ankäme. Allein die Wortwahl indes beinhaltet aber auch, dass es Partien gibt, die Thioune nicht als "Hunt-Spiele" versteht. Vor allem dann, wenn der Gegner mit Druck und Dynamik durchs Zentrum kommt. Was in der Bundesliga verstärkt auf den HSV zukommen dürfte.

Hunt war zuletzt wieder Stammkraft

Hunt nimmt die Diskussionen um seine Zukunft gelassen hin. Für sich hat er bereits festgelegt, dass er seine Karriere fortsetzen will. Dass er beim HSV womöglich nur noch einen letzten Auftrag hat, bremst ihn nicht. Im Gegenteil: In den letzten drei Partien stand er immer in der Startelf und trug mit guten Leistungen und zwei Assists dazu bei, dass der HSV nach der bitteren Derby-Niederlage gegen St. Pauli (0:1) wieder in die Erfolgsspur eingebogen ist.

SW/jer