Bundesliga

Huntelaar und der Pizarro-Vergleich: "Nie aus den Augen lassen"

Fritz über Schalke, die Verletzten und Werder-Transfers

Huntelaar und der Pizarro-Vergleich: "Nie aus den Augen lassen"

Weiß, wovon er spricht, wenn es um Klaas Jan Huntelaar geht: Clemens Fritz (r.).

Weiß, wovon er spricht, wenn es um Klaas Jan Huntelaar geht: Clemens Fritz (r.). picture alliance

Der Gedanke liegt aus Bremer Sicht natürlich nahe, und Clemens Fritz zögerte auch nicht lange, als er vor dem kommenden Bundesligaspiel am Samstag gegen den FC Schalke 04 auf den neuen Heilsbringer beim Gegner angesprochen wurde: Klaas Jan Huntelaar. "Ich würde ihn ein Stück weit mit Claudio Pizarro vergleichen, der ja auch immer einen Effekt auf seine Mannschaft hatte, egal, ob er eingewechselt wurde oder von Beginn an gespielt hat", sagte Fritz also.

Pizarro, 42, hatte seine Profikarriere nach der vergangenen Saison bei Werder beendet, aber bis zuletzt Klasse und Cleverness ausgestrahlt; bei Angreifern spricht man in dieser Hinsicht ja gern vom sogenannten "Riecher". Und dieses Leistungsmerkmal sprach Fritz, 40, nun auch dem 37-jährigen Huntelaar zu. "Das sind halt diese Stürmer, die wissen, wo das Tor steht", führte er aus, "die aus dem nichts gefährliche Situationen kreieren." Sei es auch nur mit der Zehenspitze. Daher dürfe man den Niederländer, der aufgrund einer Wadenverletzung bislang noch nicht wieder für Schalke zum Einsatz gekommen ist, "in keiner Minute des Spiels aus den Augen lassen", falls er denn spielen sollte.

Fritz befürchtet Schalker "Was soll uns noch passieren?"-Mentalität

Generell hält Fritz das Spiel gegen den Tabellenletzten für "extrem gefährlich". Seine Befürchtung: dass bei den Schalkern eine "Was soll uns noch passieren?"-Mentalität entsteht, die sie befreit aufspielen lassen könnte. "Irgendwie rechnet keiner mehr mit Schalke", warnte er angesichts der mickrigen sieben Punkte des Gegners nach 18 Spieltagen, "aber keiner sollte davon ausgehen, dass uns da 99 Prozent reichen - wir sollten eher 110 Prozent geben".

Nach dem 4:1-Sieg bei Hertha BSC befinde sich Werder nun in einer richtungsweisenden Phase der Saison und "einer Woche, in der wir einiges erreichen können", sagte Fritz. Nach der Samstagspartie gegen Schalke steht am Dienstag das "wichtige Pokalspiel" gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth an, am Sonntag darauf folgt das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld.

Hoffnung bei Selke und Toprak - Keine Offerte für Rashica

Ein Einsatz gegen Schalke kommt für die verletzten Profis Ludwig Augustinsson, Christian Groß, Patrick Erras und Niclas Füllkrug dabei noch zu früh. Bei Davie Selke und Ömer Toprak, die in Berlin beide ausgewechselt werden mussten, bestehe noch Hoffnung. "Da müssen wir von Tag zu Tag schauen", erklärte Fritz. Kevin Möhwald hingegen könnte wohl wieder zu einer Option für Trainer Florian Kohfeldt werden.

Auf dem Transfermarkt indes befinden sich die Bremer aktuell im "Standby-Modus", wie Fritz erläuterte: "Man merkt, dass es vergleichsweise ruhig ist. Aber wir sind immer bereit, wenn etwas passiert." Neben einem bundesligaerfahrenen Keeper, den man noch für den an den SV Sandhausen ausgeliehenen Stefanos Kapino verpflichten will, steht vor allem ein Abgang Milot Rashicas weiter im Raum. Bislang gibt es keine konkrete Offerte eines interessierten Vereins. Fritz dazu: "Ob da noch etwas passiert, kann ich wirklich nicht sagen."

Tim Lüddecke

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