Bundesliga

Mats Hummels: Bayern am Horizont - "in Paris können wir 6:7 verlieren"

Abwehrchef von Borussia Dortmund zeigt sich zufrieden

Hummels: Bayern am Horizont - und "in Paris können wir 6:7 verlieren"

Mats Hummels ist Spieler von Borussia Dortmund.

Zeigt sich angetan von der Mannschaftsleistung und nimmt Paris sowie Bayern ins Visier: BVB-Profi Mats Hummels. imago images

Im Winter hat sich Borussia Dortmund bekanntermaßen mit Shooting Star Erling Haaland (neun Tore in acht Ligaspielen) sowie mit Deutschlands Nationalspieler Emre Can verstärkt. Gerade der ehemalige Juve-Akteur fungiert seither als zweikampfstarker Arbeiter im Mittelfeld - und genauso als Sprachrohr.

Darüber erfreut zeigt sich besonders der im Zentrum der Dreierkette neben Dan-Axel Zagadou und Lukasz Piszczek agierende Hummels. Der ehemalige deutsche Nationalspieler erkennt bei den beiden neuen Spielern das, was dem BVB in den schwächeren Phasen fehlte. Das führte der Weltmeister von 2014 nach dem 2:1 in Gladbach gegenüber "Sky" näher aus: "Wir haben das System gar nicht so ganz arg umgestellt, das haben wir zuletzt glaube ich im November gemacht. Wir haben aber einfach eine andere Herangehensweise. Wir haben den Fight wie heute angenommen, wir sind in die Zweikämpfe gegangen und haben uns nichts gefallen lassen. Das hätte vor ein paar Wochen sicher noch ganz anders ausgesehen. Das ist ein neuer Spirit, den wir uns im Training erarbeiten - und zu dem die beiden Neuen Emre und Erling einen ganz, ganz großen Teil beitragen mit ihrer Art, Fußball zu spielen."

Zeit meines Lebens definiere ich mich über Verteidigen und Zweikampfstärke - auch wenn ich früher immer mal auf irgendwelche langen Pässe heruntergezählt wurde.

Mats Hummels

Dieser Zugewinn tue den Schwarz-Gelben "sehr gut". Jetzt haben wir im Team die richtige Mischung aus Künstlern und Arbeitern oder Spielern, die einfach beides können." Sich selbst schätze Hummels dabei als "Kämpfer ein. Ich spiele aber auch gern Fußball. Zeit meines Lebens definiere ich mich über Verteidigen und Zweikampfstärke - auch wenn ich früher immer mal auf irgendwelche langen Pässe heruntergezählt wurde. Natürlich ist die Hauptaufgabe aber immer zu kämpfen, Zweikämpfe zu gewinnen und voranzugehen."

Genau dieses von ihm bekannte Stilmittel der präzisen weiten Pässe oder auch Solo-Dribblings seien aktuell im Dortmunder System "nicht besonders hilfreich, weil man der Mannschaft damit nicht gut tut und überhaupt zu sehr aus der Tiefe kommt bei einer Dreierkette. Deswegen nehme ich das etwas weg. Der ganze Rest funktioniert gut, weil wir auf allen Positionen sehr viel ballsicherer geworden sind."

Hummels Drei-Spiele-Plan vor Bayern

Roman Bürki und Mats Hummels sind Spieler von Borussia Dortmund.

Brust raus nach dem 2:1 in Gladbach: Roman Bürki und Mats Hummels feiern den 15. Dreier in dieser Bundesliga-Saison. imago images

Gewonnen ist aber noch nichts, obwohl mit dem Dreier im Borussen-Duell Platz 2 erobert wurde (Lucien Favre: "Es war für die Meisterschaft sehr, sehr wichtig, hier zu gewinnen"). Deswegen gelte der volle Fokus auf die nächsten Aufgaben wie das Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale bei Paris Saint-Germain am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker.de), das Ruhrpott-Derby gegen Schalke am Samstag (15.30 Uhr), das Gastspiel in Wolfsburg (22. März) sowie das dann anstehende Topspiel gegen Meister Bayern München (4. April).

Hummels Herangehensweise diesbezüglich: "Wir müssen die nächsten drei Spiele gewinnen ... beziehungsweise in Paris können wir auch gerne 6:7 verlieren, weil wir dann ja so weiterkommen. Wir müssen einfach weiterkommen und die beiden Ligaspiele gewinnen, damit wir am 4. April in einer guten Ausgangssituation sind und im Heimspiel gegen Bayern bereit sind, anzugreifen. Denn Bayern spielt einen sehr starken Fußball gerade. Da müssen wir am absoluten Maximum sein."

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Bilder zur Partie Bor. Mönchengladbach - Borussia Dortmund