Bundesliga

Hütter zuversichtlich: "Es ist sehr schwer, uns zu schlagen"

Frankfurt: Barkok meldet sich zurück - in der Startelf?

Hütter zuversichtlich: "Es ist sehr schwer, uns zu schlagen"

Hat derzeit keine personellen Sorgen: Frankfurts Trainer Adi Hütter.

Hat derzeit keine personellen Sorgen: Frankfurts Trainer Adi Hütter. imago images

Hütter plant, seiner Mannschaft schon vor dem Anpfiff einige "neue Impulse" zu geben, um nicht immer "im gleichen Trott" zu sein. Das Ziel dieser nicht näher präzisierten Maßnahmen ist klar: Seine Spieler sollen von Beginn an hellwach sein. Eigentlich ist das eine Selbstverständlichkeit und keiner Rede wert. Wäre da nicht das vergangene Auswärtsspiel bei Union Berlin (3:3), in dem die Eintracht nicht zum ersten Mal die Anfangsphase verschlief. "Wir müssen viel, viel besser ins Spiel kommen, damit wir nicht immer einen solchen Aufwand betreiben müssen", fordert Hütter. In sechs von neun Saisonspielen gerieten die Hessen in Rückstand, als Sieger gingen sie in diesem Spielen nur gegen Hoffenheim (2:1) vom Platz.

Vor dem Duell gegen Borussia Dortmund redet der Coach seine Profis stark. "Wenn wir einen guten Tag haben, können wir viele Mannschaften schlagen. Daran und an unsere eigene Stärke müssen wir glauben. Wir haben schon gezeigt, dass wir uns mit dem Gegner steigern können. Es ist sehr schwer, uns zu schlagen", erklärt Hütter und formuliert eine klare Erwartungshaltung: "Ich will eine Mannschaft sehen, die von den ersten Minuten an versucht, das Spiel zu gewinnen und taktisch sehr diszipliniert spielt." Der 50-Jährige mahnt dazu, "die Mitte zuzumachen und die Räume engzuhalten", denn er weiß: "Wenn man ihnen mit ihrer Geschwindigkeit im Eins-gegen-Eins plus ihrer Spielintelligenz Platz lässt, wird es schwierig." Doch die Eintracht muss sich nicht verstecken, seit Jahren gibt es für den BVB im Waldstadion nicht viel zu holen. Die letzten drei Liga-Duelle im Stadtwald endeten Unentschieden, zuvor gewann Frankfurt dreimal in Folge.

Haalands Ausfall? "Sicherlich ein Vorteil"

Der Ausfall von Erling Haaland erhöht die Chance, die Borussia ein weiteres Mal zu ärgern. "Es ist sicherlich ein Vorteil, dass er nicht spielt. Er ist in seiner Art und Weise nicht zu ersetzen", glaubt Hütter. Er verweist auf die vielen Tore des Norwegers, das Anlaufverhalten und Tempo sowie die "einzigartigen Bewegungen". Der Ausfall des Top-Stürmers gibt ihm aber auch Rätsel auf: "Die Frage wird sein, wie der BVB diese Position besetzen wird. Ob Julian Brandt, Marco Reus oder Jadon Sancho ganz vorne spielt." Allein diese Aufzählung zeigt, dass der Champions-League-Klub auch ohne Haaland über reichlich Qualität verfügt.

Hütter hat personell die Qual der Wahl - Barkok ist zurück

Doch zumindest kann Hütter selbst fast aus dem Vollen schöpfen, lediglich die Reservisten Ragnar Ache (Sehnen-OP) und Jetro Willems (Trainingsrückstand nach Kreuzbandriss) stehen ihm nicht zur Verfügung. In die Startelf zurückkehren dürfte Sebastian Rode, der Djibril Sow ersetzen könnte. Auch Aymen Barkok, der zuletzt wegen einer COVID-19-Infektion ausfiel, ist wieder eine Option: "Er hat jetzt vier negative Tests und befindet sich seit Mittwoch im Training. Ich muss mir genau überlegen, ob es für die Startelf reicht oder noch nicht." Sollte der marokkanische Nationalspieler auflaufen, könnte Bas Dost aus der Elf rotieren. Bereits im vergangenen Heimspiel gegen Leipzig verzichtete Hütter zugunsten von Mittelfeldspieler Barkok auf eine zweite Spitze.

Die Qual der Wahl hat der Österreicher auch bei der Besetzung der Bank. "Es ist das Unangenehmste für einen Trainer, Spieler aus dem Kader zu streichen, die in der ganzen Woche super trainieren. Auch heute muss ich zwei streichen, die im Training gute Leistungen bringen", erklärt Hütter. Den Profis gegenüber habe er deshalb schon vor einigen Wochen kommuniziert, dass er auch auf der Bank rotieren werde. In den Kader zurückkehren dürfte Amin Younes, der nach seiner COVID-19-Infektion in Berlin noch nicht mit dabei war.

Julian Franzke

kicker.tv Hintergrund

Startet Moukoko? Hütter schwärmt von "außergewöhnlichem Jahrhunderttalent"

alle Videos in der Übersicht