Bundesliga

Mönchengladbach: Adi Hütter bangt um Denis Zakaria

Gladbach: Scally vor Sprung in die US-Nationalmannschaft?

Hütter zittert um Zakaria: "... dann werde ich ihn nicht mitnehmen"

Steht für das Freitagspiel auf der Kippe: Denis Zakaria.

Steht für das Freitagspiel auf der Kippe: Denis Zakaria. imago images/Revierfoto

Das zuletzt so starke Mittelfeldzentrum mit Zakaria und Kouadio "Manu" Koné könnte in Mainz gesprengt werden. Der Grund: Zakaria klagt über Magen-Darm-Probleme. Am Mittwoch trainierte der Schweizer Nationalspieler nicht. "Wir haben ihn heute zur Sicherheit mal rausgenommen. Zwei Tage vor einem Spiel wird es dann möglicherweise auch ein Wettlauf mit der Zeit. Er wird von unserem Ärzteteam heute hoffentlich so versorgt, dass er morgen wieder dabei sein kann beim Training. Aber klar: Wenn Zakaria physisch nicht auf der Höhe ist und nicht die Kraft hat, die er für sein und unser Spiel braucht, dann werde ich ihn nicht mitnehmen", kündigte Trainer Adi Hütter auf der Pressekonferenz an.

Hütter braucht am Freitag gegen die zweikampfstarke Mainzer Mannschaft eine Elf, die in Sachen Intensität und Körperlichkeit voll dagegenhalten kann. "In Mainz erwartet uns ein Spiel, in dem viel Power drin sein wird, ein schnelles und schnörkelloses Spiel", sagte der Österreicher und verband diese Einschätzung gleich mit einer Forderung an seine Mannschaft: "Wir müssen in den Umschaltmomenten gut sein, klaren Kopf zeigen, mit dem Ball sauber spielen. Dann bieten sich uns die Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt. Aber wenn wir nicht in die Zweikämpfe kommen und taktisch nicht diszipliniert sind, wird es für uns schwer."

Generell attestierte Hütter den Mainzern unter Bo Svensson "eine richtig gute Entwicklung", die Mannschaft spiele "sehr lauf- und zweikampfstark und hat auch in der Offensive ihre Aktionen." Doch natürlich will der Coach seinerseits den eigenen Erfolgskurs mit den Siegen gegen den FC Bayern (5:0) und den VfL Bochum (2:1) beibehalten. Hütter machte deutlich: "Wir müssen da weitermachen, wo wir aufgehört haben."

Scally für die USA? "Vor einem halben Jahr kannte ihn niemand"

Vor den Nationalmannschaftsnominierungen wird es vor allem für Senkrechtstarter Joe Scally spannend. Dem 18-Jährigen winkt nach seinem glänzenden Bundesligaeinstand die erste Berufung ins A-Team der US-Nationalmannschaft. Scally hatte trotz der feinen Flanke auf Torschütze Alassane Plea beim 1:0 schon stärkere Auftritte als am Sonntag gegen den VfL Bochum (2:1), doch zweifellos ist der Teenager die große Saisonentdeckung bei der Borussia.  "Vor einem halben Jahr kannte ihn niemand. Jetzt ersetzt er Stefan Lainer ganz hervorragend, man kann ihn rechts wie links spielen lassen. Und es hat sich bis in seine Heimat herumgesprochen, dass er jetzt Nationalspieler werden könnte." Ob es nach dem Mainz-Spiel schon so weit ist? Hütter: "Wenn es so sein sollte, wäre das eine Riesenfreude für uns alle."

Jan Lustig

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