Bundesliga

Frankfurt in Gladbach: Hütter vor der Reise in die Zukunft?

Brisantes Duell zwischen Gladbach und Frankfurt

Hütter vor der Reise in die Zukunft?

Bald gemeinsam in Gladbach am Ruder? Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter (li.) und Gladbachs Manager Max Eberl.

Bald gemeinsam in Gladbach am Ruder? Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter (li.) und Gladbachs Manager Max Eberl. imago images

Längst zeichnet sich ab: Es wird Hütter, der bei den Fohlen im Sommer die Nachfolge des zu Borussia Dortmund wechselnden Marco Rose antritt. Per Ausstiegsklausel kann der Österreicher die Eintracht aus seinem erst im vergangenen September um zwei Jahre bis 2023 verlängerten Vertrag verlassen. Die Summe soll bei etwa 7,5 Millionen Euro liegen.

Nach kicker-Informationen sind die Borussen und Hütter schon sehr, sehr weit, was die künftige Zusammenarbeit angeht. Ob es sich sogar um eine Einigung handelt? Auch das wäre keine Überraschung. Dazu würde passen, dass Hütter auf den Pressekonferenzen in den vergangenen Tagen ein Bekenntnis zur Eintracht über die Saison hinaus vermied. Und in Mönchengladbach am Donnerstag ein beim Trainerthema auffällig entspannt wirkender Max Eberl erklärte: "Wir haben sehr klar im Kopf, wer unser neuer Trainer sein soll."

Der Frankfurter Erfolg soll nicht gefährdet werden

All das nährt den Verdacht, dass man bei der Borussia vom Wunschkandidaten die erhofften positiven Signale schon empfangen hat und nur der richtige Zeitpunkt für die Bekanntgabe der Trainerentscheidung gewählt werden muss. Vizepräsident Rainer Bonhof sagte am Wochenende in einem Interview mit der Rheinischen Post über den Stand bei der Trainersuche: "Wir sind auf der langen Zielgeraden und werden uns zu gegebener Zeit äußern."

Dass rund um das direkte Duell am Samstag die Karten auf den Tisch gelegt werden, ist aber unwahrscheinlich. Da sich direkt eine Englische Woche mit wegweisenden Spielen für die Vereine anschließt, erscheint der Zeitraum nach dem 31. Spieltag geeigneter. Wenn die Liga spielfrei hat (DFB-Pokal-Wochenende). Und vielleicht auch schon die sportlichen Ziele erreicht sind. Das gilt besonders aus Sicht der Frankfurter, die kurz vor dem Einzug in die Champions League stehen. Bisher zogen Hütter und die Mannschaft ihre Mission trotz der anhaltenden Diskussionen und hartnäckigen Nachfragen unbeirrt fort. Klar, dass dieser Erfolg keinesfalls gefährdet werden soll.

Eintracht vor großem Umbruch

Für die Borussen würde die Hütter-Verpflichtung einen Coup und die bestmögliche Antwort auf den bevorstehenden Rose-Abschied bedeuten. Hütter steht für begeisternden und offensiven Fußball. Er formte zahlreiche Spieler zu Stars. In Frankfurt genießt der Österreicher Hochachtung, sein Abgang würde die SGE hart treffen. Schon der Rückzug des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Steubing im vergangenen Sommer hinterließ eine Lücke. Noch schwerer wiegt der angekündigte Abschied von Sportvorstand Fredi Bobic. Zudem hört auch Sportdirektor Bruno Hübner, der Hütter näher steht als Bobic, nach der Saison auf. Zieht es im Sommer jetzt auch Hütter weg, gilt mehr denn je: Die Eintracht muss höllisch aufpassen, dass die hervorragende Aufbauarbeit der vergangenen Jahre nicht wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt.

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Julian Franzke/Jan Lustig

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