DFB-Pokal

Gladbach - Bayern 5:0 | Max Eberl hebt zwei Spieler hervor

Mönchengladbach erlebt historisches Novum

Hütter sieht "fast perfektes Spiel" - Eberl hebt zwei Spieler hervor

Ihr Plan ging voll auf: Breel Embolo (li.) und Adi Hütter.

Ihr Plan ging voll auf: Breel Embolo (li.) und Adi Hütter. Borussia Moenchengladbach via Getty Images

"Es war heute ein fast perfektes Spiel, ein historischer Sieg", eröffnete Hütter sein Statement auf der Pressekonferenz nach Spielschluss des 5:0 gegen den Rekordmeister. Historisch aus Gladbacher Sicht, "weil wir im Pokal noch nie gegen die Bayern gewonnen haben", wie Hütter selbst im Vorfeld offenbar mitbekommen hatte.

Historisch aber auch für den Österreicher selbst, denn: "Was mich viel mehr freut, ist die Leistung, die wir gezeigt haben. Wir waren von der ersten Minute an dominant, und die ersten 20 Minuten ... ich kann mich nicht erinnern, dass ich sowas Gutes von einer Mannschaft von mir schonmal erlebt habe", so Hütter, der vor fast genau zwei Jahren mit Eintracht Frankfurt in der Bundesliga mit 5:1 gegen den FCB gewonnen hatte. "Teilweise" habe sein Team "die Bayern mit den eigenen Waffen geschlagen".

Hütters Plan mit Embolo geht voll auf

Auch sein eigener Matchplan war offenbar voll aufgegangen. "Wir haben Bayern gut analysiert", sagte Hütter in der ARD. "Sie stehen sehr hoch und mutig. Wir wollten Breel Embolo dahinter bekommen, das haben wir geschafft." Der Schweizer entwickelte sich zum überragenden Mann in der Partie, war an allen fünf Toren beteiligt. "Er hat genau das gemacht, was wir in der Analyse besprochen haben. Bayern steht sehr hoch, teilweise im Eins-gegen-eins. Da kann er mit seiner Wucht einiges machen."

Eberl hebt zwei Spieler hervor

Auch Sportdirektor Max Eberl hob bei "Sky" den Stürmer gesondert aus dem starken Gladbacher Kollektiv explizit hervor. Zwar sei das "schwierig bei so einer Leistung", aber: "Breel Embolo muss genannt werden als großartiger Spieler heute." Doch noch einen anderen Akteur hatte Eberl besonders stark gesehen - und der stand nicht mal in der Nähe der Torschützenliste. "Nico Elvedi hat ein herausragendes Spiel gegen Lewandowski gemacht", lobte Eberl. Der Pole war über die gesamten 90 Minuten quasi abgemeldet, hatte keine einzige zwingende Torchance.

"Ich denke, dass wir sie wirklich beeindruckt haben", sagte Eberl mit Blick auf den Gegner. "Sie waren ratlos - aus welchem Grund auch immer." Und auch einen kleinen Verweis auf das große Ganze hatte der Borussia-Architekt noch parat. Dass der FC Bayern erneut in der 2. Runde ausgeschieden ist, sei "schön für die Bundesliga und für den Pokal", so der Sportdirektor. "Das Double können sie schonmal nicht holen." Stattdessen könnte eines von Eberls großen Zielen wahr werden: "Mein großes Ziel ist es, mal so ein Finale zu erreichen." Einer der größten Brocken wäre ja schonmal aus dem Weg geräumt.

mib