Bundesliga

Hütter: "Es hilft nichts, wenn hinten die Scheune offen ist"

Gladbacher Personallage entspannt sich vor Derby in Köln

Hütter: "Es hilft nichts, wenn hinten die Scheune offen ist"

"Das ist die Basis für eine erfolgreiche Mannschaft": Adi Hütter.

"Das ist die Basis für eine erfolgreiche Mannschaft": Adi Hütter. picture alliance / Tim Rehbein/RHR-FOTO

Selbst einem Offensivliebhaber wie Hütter gefallen solche Zahlen. Nur sieben Gegentreffer in den zurückliegenden zehn Pflichtspielen dokumentieren die neue Stabilität im hinteren Bereich bei der Borussia, nachdem es in der vergangenen Saison viel zu oft im Gladbacher Kasten geklingelt hatte, gleich 56-mal in der Bundesliga. "Klar, gerne guten Offensivfußball", beschrieb Hütter am Donnerstag noch einmal sein Credo, "aber es hilft ja nichts, wenn hinten die Scheune offen ist." Und genau deshalb ist der VfL-Coach zurzeit auch ziemlich zufrieden mit der Defensivleistung seines Teams, denn die Scheune ist, um im Bild zu bleiben, häufiger zu als früher. "Es ist sehr wichtig, dass man die Defensive stabilisiert. Ich denke, das haben wir in den vergangenen Wochen ganz gut hinbekommen. Wir haben relativ wenig Gegentore kassiert. Das ist die Basis für eine erfolgreiche Mannschaft", erklärte Hütter.

Am Samstag wartet mit dem Derby der nächste Stabilitätstest auf sein Team. Bei den Kölnern, das haben sie auch am linken Niederrhein aufmerksam registriert, ist unter dem neuen Trainer etwas entstanden. "Die Verbindung zwischen dem FC und Steffen Baumgart funktioniert gut. Und so eine Kombination ist oft der Schlüssel zu einer guten Mannschaft, das hat man in dieser Saison schon gesehen", sagte Sportdirektor Max Eberl auf der Pressekonferenz und betonte: "Wir müssen schon alles in die Waagschale werfen, um am Samstag einen Sieg mit nach Hause zu bringen."

Hütter: "Jeder will dieses Derby gewinnen"

Aus Hütters Sicht zeichnet die Kölner unter anderem "die klare Spielidee" aus. "Sie spielen sehr hoch, sehr aggressiv. Sie versuchen in der gegnerischen Hälfte sehr viel Druck aufzubauen", so die Beobachtung des Trainers. Für seine Mannschaft bedeute dies, "dass wir Lösungen brauchen, wenn wir gepresst werden, dass wir zweikampfstark auftreten und wir bis zum Schluss einhundert Prozent fokussiert sind, was Mentalität und Emotion betrifft." Um das Thema Motivation müsse er sich jedenfalls keine Gedanken machen. "Motivieren brauche ich für diese Begegnung keinen einzigen Spieler. Jeder weiß, was zu tun ist, jeder will dieses Derby gewinnen", sagte Hütter, der ebenso unterstrich: "Wichtig ist, dass man auch sachlich bleibt und kühlen Kopf bewahrt. Wir haben genügend Stärken, um dieses Spiel zu gewinnen."

Positive Signale von Elvedi und Lainer

Ob die gegen Greuther Fürth (4:0) siegreiche Elf auch in Köln startet, ließ der Österreicher offen. Die Personallage entspannt sich aber und könnte interessante Optionen bieten. Vor allem, wenn der vor seiner Verletzung starke Nico Elvedi wieder zur Verfügung steht. Der Schweizer macht nach überstandener Bandverletzung im Fuß einen sehr vielversprechenden Eindruck im Training. "Bei ihm schaut es relativ gut aus", bestätigte Hütter. Mit Elvedis Rückkehr ist demnach zu rechnen, auch Stefan Lainer könnte sein Kader-Comeback nach dem Knöchelbruch feiern. Dazu Hütter: "Er ist jetzt seit 14 Tagen wieder dabei im Training. Die Chancen sind sehr gut, dass er im Kader steht."

Jan Lustig

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