Bundesliga

Hütter: "Das gesunde Selbstvertrauen, das man haben muss"

Frankfurt: Entwarnung bei Hinteregger

Hütter: "Das gesunde Selbstvertrauen, das man haben muss"

Frankfurts Trainer Adi Hütter ist guter Dinge vor dem Gang nach Köln.

Frankfurts Trainer Adi Hütter ist guter Dinge vor dem Gang nach Köln. imago images

Es gab Zeiten, da konnte man in aller Regel nicht viel falsch machen, tippte man darauf, dass Frankfurt bei einer Mannschaft aus dem Tabellenkeller eine böse Überraschung erlebt. Die Partie bei den noch punktlosen Kölnern wäre geradezu prädestiniert gewesen für die "launische Diva vom Main". Doch ganz so leicht wird man heutzutage nicht mehr Tippkönig. Die Eintracht ist - im Positiven wie im Negativen - zwar immer für eine Überraschung gut, das freilich trifft auf so ziemlich jede Fußballmannschaft zu.

Einem Einsatz Hintereggers steht nichts im Wege

Hütter ist jedenfalls optimistisch, dass seine Mannschaft in der Erfolgsspur bleibt. Bis auf Stürmer Ragnar Ache (Sehnenverletzung im Oberschenkel) kehrten alle Nationalspieler wohlauf nach Frankfurt zurück. Auch einem Einsatz von Verteidiger Martin Hinteregger steht nichts im Weg. Der Österreicher hatte im Spiel gegen Rumänien einen Schlag auf den Knöchel abbekommen und wurde vorzeitig ausgewechselt, allerdings nur, weil ihm eine Gelb-Rote-Karte drohte. Am Freitag trainierte Hinteregger noch regenerativ, doch Hütter meint: "Ich denke, dass das überhaupt kein Problem für das Spiel am Sonntag ist."

Personell könnte er die gleiche Elf wie zuletzt gegen Hoffenheim aufs Feld schicken, von den Stammspielern fehlt lediglich Filip Kostic (Innenbandanriss im Knie). Zu einer Änderung könnte es wohl am ehesten noch im zentralen Mittelfeld kommen, wo Djibril Sow und Dominik Kohr ernstzunehmende Konkurrenten für Stefan Ilsanker darstellen. Ein Wechsel zeichnet sich aber auch hier eher nicht ab.

Ndicka ist "körperlich in einem Top-Zustand"

In den Kader zurückkehren könnte Evan Ndicka, der nach auskurierter Syndesmoseverletzung seit dieser Woche wieder mit dem Team trainiert - und einen guten Eindruck hinterlässt, wie sein Trainer verrät: "Seit dem Trainingseinstieg ist er sehr gut belastbar. Man sieht, dass er körperlich in einem Top-Zustand ist." Ob der Franzose in Köln dabei ist oder nicht, will Hütter aber erst am Samstag entscheiden.

Hütters Lob für Younes und Hrustic

Zudem ließ der 50-Jährige auf der Pressekonferenz am Freitagmittag offen, ob er die Neuzugänge Amin Younes und Ajdin Hrustic für den Kader nominieren wird. Zumindest Younes dürfte dabei sein, allein schon, um nach Aches Ausfall in der Offensive adäquat nachlegen zu können. Die bisherigen Eindrücke von Younes und Hrustic stimmen Hütter positiv. "Was die spielerische Intelligenz und Kreativität betrifft, fehlt ihnen genau gar nichts, das haben sie", lobt der Trainer. Über das Training, aber auch über individuelle Videositzungen sollen die beiden nun schnellstmöglich verinnerlichen, wie sie sich im Spiel mit dem Ball und nach Ballverlusten zu verhalten haben. "Da denkt jeder Trainer ein bisschen anders", weiß Hütter, "aber sie sind auf einem sehr guten Weg."

Das lässt sich nach zuletzt zwei Siegen auch ganz allgemein über die Hessen sagen. Die Performance in der Trainingswoche sorgt für Zuversicht beim Trainer. Hütter sieht keine Anzeichen dafür, dass seine Spieler den Tabellensechzehnten auf die leichte Schippe nehmen könnten. "Ich habe momentan ein sehr gutes Gefühl, wenn ich an der Außenlinie stehe und sehe, wie die Mannschaft trainiert und sich entwickelt. Sie hat das gesunde Selbstvertrauen, das man haben muss. Aber das muss sie am Sonntag auch wieder unter Beweis stellen", fordert der Coach. Er hofft, dass seine Elf an die jüngsten Auftritte anknüpfen kann: "Wenn wir eine Leistung wie in Berlin oder in der zweiten Hälfte gegen Hoffenheim zeigen, bin ich sehr zuversichtlich, dass wir in Köln gewinnen können."

Julian Franzke

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