Bundesliga

Hübner: "Sam ist immer ein interessanter Spieler"

Holt Eintracht Frankfurt den Schalker im Winter?

Hübner: "Sam ist immer ein interessanter Spieler"

Klappt's im zweiten Anlauf mit einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt? Sidney Sam.

Klappt's im zweiten Anlauf mit einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt? Sidney Sam. picture alliance

Laut und unnachgiebig bellte Balou bei tristem Novemberwetter die kleine Schar von Journalisten an, die die Trainingseinheit am Freitag verfolgte. Fast so, als wolle er seinem Herrchen signalisieren, schnell das Weite zu suchen. Bruno Hübner blieb für einen kleinen Plausch dennoch stehen und beschwichtigte seinen schwarzen Labrador kurzzeitig.

Gesprächsthema war einmal mehr die Suche nach einer Verstärkung für die vakante linke offensive Außenbahn. Die Frankfurt-Ausgabe der "Bild" hatte am Freitag berichtet, dass die Hessen weiterhin über eine Verpflichtung des Schalker Offensiv-Allrounders Sam nachdenken. Im Sommer scheiterte ein Transfer an den schlechten Blutwerten des Ex-Nationalspielers. Bislang stand er in dieser Spielzeit für die Profis der Königsblauen erst einmal auf dem Platz: In der Europa-League-Partie gegen Nikosia (3:0) kam er in der 80. Minute als Joker. Unter anderem eine Sehnenzerrung verhinderte weitere Einsätze.

"Wir haben immer gesagt, dass Sam für uns ein interessanter Spieler ist. Natürlich müssen wir schauen, wie sein Verletzungsstand ist. Ansonsten glauben wir ganz fest, dass er die Qualität hat, um uns weiterzuhelfen. Andernfalls hätten wir uns im Sommer nicht mit ihm beschäftigt", erklärt Hübner. Eine mögliche Verpflichtung sei derzeit allerdings rein spekulativ, wenngleich man in Kontakt stehe. Im Fall der Fälle würde der Sportdirektor den 27-Jährigen gerne gleich für eineinhalb Jahre ausleihen: "Wenn wir ihn holen würden, dann nicht für ein halbes Jahr. Wir würden versuchen, ihn länger auszuleihen." Die großzügige Verwendung des Konjunktivs zeigt: Hinter einer Sam-Verpflichtung steht noch mehr als ein Fragezeichen.

Obasi? "Bis zum Jahresende ist dieses Thema zu"

Das trifft auch auf die Gedankenspiele im Fall Chinedu Obasi zu. Der Nigerianer, seit Juli ohne Verein, hatte seit der vergangenen Woche mittrainiert, wollte sich für einen Vertrag bei der Eintracht empfehlen . "Man sieht, dass er Qualität hat, man sieht aber auch, dass er aus einer langen Verletzung kommt und kein Mannschaftstraining hatte", sagt Hübner und betont: "Wenn wir etwas machen, dann erst im Januar. Bis zum Jahresende ist dieses Thema zu." Da Obasi keinen Vertrag besitzt, hätte auch die Möglichkeit bestanden, ihn sofort zu verpflichten.

Wegen ihrer fehlenden Spielpraxis und Verletzungsanfälligkeit stellen Obasi und Sam allerdings zumindest kurzfristig keine Ideallösungen für die unzureichend besetzte linke Seite dar. Gut möglich also, dass bis Januar noch ganz andere Namen mit der Eintracht in Verbindung gebracht werden. Dass ein gewisser Handlungsdruck besteht, daran dürften die fünf Spiele bis zur Winterpause nichts mehr ändern.

Veh und Kadlec fehlen im Training

Cheftrainer Armin Veh und Vaclav Kadlec fehlten derweil beim Training am Freitag - beide aus privaten Gründen. Kadlec, der schon am Donnerstag nicht da war, soll am Samstag beim Waldlauf wieder erscheinen, bevor die Profis zwei Tage frei bekommen. Die Einheit fand unter der Leitung des Co-Trainers Reiner Geyer statt.

Julian Franzke

kicker-Wertung: Das sind die 17 Top-Neuzugänge