Bundesliga

Hübner wieder ein Kandidat für die Startelf

Grillitsch fit - Fragezeichen hinter Baumgartner und Akpoguma

Hübner wieder ein Kandidat für die Startelf

Ist wieder ein echter Startelfkandidat: Benjamin Hübner

Ist wieder ein echter Startelfkandidat: Benjamin Hübner imago images/foto2press

Auch am Freitag haderte Sebastian Hoeneß noch mit dem bitteren Pokal-Aus (1:4) gegen Freiburg. Die zuvor deutlich spürbare Energie "ist in der Kabine geblieben, wir konnten es nicht auf den Platz bringen", rätselte der TSG-Coach, "das hat brutal wehgetan. Das war in der ersten Halbzeit seit Monaten die schlechteste Leistung. Das war bitter und hat uns extrem enttäuscht. Aber das passiert eben mal. Das wird uns nicht umwerfen, es gibt auch keinen Grund, etwas infrage zu stellen. Wir müssen dafür sorgen, dass das ein Ausrutscher bleibt und wir schon gegen Dortmund das eine oder andere besser machen."

Haaland? "Das werden wir gemeinsam regeln müssen"

Denn auch gegen den BVB wartet auf die Kraichgauer eine enorme Herausforderung im Bestreben, sich als Spitzenmannschaft in dieser Saison zu beweisen. "Gegen Dortmund kann selbst die beste Leistung am Ende dazu führen, dass man nichts holt, wenn auch sie ihre beste abrufen", weiß der 39-Jährige, "dann haben sie einfach den Tick mehr Qualität, aber wir spielen zu Hause und trauen uns zu, was zu holen." Schon in der Hinrunde verlangte Hoffenheim der Borussia alles ab, gleich zweimal aus, ehe Erling Haaland in der Nachspielzeit doch noch das 3:2 für Dortmund markierte. "Wir werden nicht einen gegen ihn stellen, der sein Glück versuchen soll", erklärt Hoeneß, "das werden wir gemeinsam regeln müssen, die Nebenmänner doppeln, die Räume eng halten, Druck auf den Ball bekommen, damit sie ihn nicht gut in Szene setzen können."

Nach seinem Comeback auf dem Platz als Einwechsler gegen Freiburg ist Kapitän Benjamin Hübner nun sogar gegen Dortmund wieder ein echter Startelfkandidat. "Grundsätzlich wäre er bereit, auch nicht erst seit Mittwoch. Klar bot sich das an, aber es war mehr als ein Schnupperkurs. Ich habe ihn nicht reingeschmissen, weil es 1:4 stand und ich ihm ein kleines Geschenk machen wollte", versichert Hoeneß, "er war davor schon in meinen Gedanken für das Spiel, von Beginn an oder eine frühere Einwechslung. Jetzt schauen wir mal, ob wir ihn am Samstag reinschmeißen. Aber es wird definitiv nicht mehr lange dauern."

Kramaric vor seinem 100. Pflichtspieltor für die TSG

Das soll auch für das 100. Pflichtspieltor für die TSG von Andrej Kramaric gelten. Der Kroate war dem ersehnten Treffer gegen Freiburg nah wie lange nicht, doch sein Schuss zum 1:2 wurde wegen eines missglückten Rettungsversuchs des Freiburgers Nico Schlotterbeck als Eigentor gewertet. "Schon bitter, dass ihm das Tor, das eigentlich er macht, nicht zugesprochen wird", sagte Hoeneß, ein zweites hatte ihm Ihlas Bebou mit einer Abseitsstellung vereitelt, "es ist verhext, aber den Effekt, den ich mir erhofft hatte, haben wir gesehen, ihn mal von der Bank zu bringen, nicht von Anfang an in ein geordnetes Spiel. Das ist aufgegangen." Dennoch ist mit Kramaric gegen Dortmund wieder von Beginn an zu rechnen.

Fragezeichen dagegen stehen noch hinter den Einsätzen der im Freiburgspiel angeschlagenen Christoph Baumgartner und Kevin Akpoguma. Dagegen ist Florian Grillitsch nach seiner COVID-19-Infektion wieder ein Thema. "Das ist sehr erfreulich, dass er schon wieder im Training ist", so Hoeneß, "mal schauen, ob die Zeit reicht, dass er dabei sein kann."

Michael Pfeifer