2. Bundesliga

HSV: Weshalb Muheims Fehlen doppelt schmerzt

Schweizer ist in Topform und war bei beiden Niederlagen unter Baumgart nicht dabei

HSV: Weshalb Muheims Fehlen doppelt schmerzt

Fehlt am kommenden Wochenende mit einer Gelbsperre: Miro Muheim.

Fehlt am kommenden Wochenende mit einer Gelbsperre: Miro Muheim. IMAGO/Zink

In Ermangelung an Außenverteidigern hatte Steffen Baumgart zuletzt zwei Mal schon einen taktischen Kniff angewendet und für den am Oberschenkel verletzten Rechtsverteidiger Ignace van der Brempt seinen zentralen Mittelfeldmann Ludovit Reis als "Doppelagenten" eingesetzt: Der Niederländer agierte gegen Wehen Wiesbaden (3:0) und auch am Ostersonntag mit dem Ball als zweiter Sechser, ließ sich bei gegnerischem Ballbesitz rechts in die Viererkette fallen.

Van der Brempt war bis Mitte letzter Woche zur Reha in seiner belgischen Heimat, soll behutsam wieder an das Mannschaftstraining herangeführt werden - damit ist höchst fraglich, ob der 22-Jährige schon am kommenden Samstag gegen die Pfälzer wieder eine Option sein kann.

Katterbach nach Verletzung bereit für die Startelf

Immerhin, links hat Baumgart für Muheim einen positionsgetreuen Ersatz: Noah Katterbach war nach auskurierten Oberschenkelproblemen schon in Fürth Kandidat für einen Kaderplatz, gegen den FCK wird er in die Startelf rücken.

Muheims Fehlen schmerzt angesichts seiner rasanten Entwicklung in dieser Spielzeit dennoch. "Miro hat defensiv und offensiv seine Stärken, hat sich nicht nur sportlich, sondern auch als Persönlichkeit unheimlich weiterentwickelt", hatte Sportdirektor Claus Costa erst kürzlich anlässlich der vorzeitigen Vertragsverlängerung mit dem früheren St. Gallener bis 2027 gesagt.

Unter Baumgart: Ohne Muheim verliert der HSV

Tatsächlich bilden auch die jüngsten Zahlen seinen Wert ab: Zwei Partien hatte er seit dem Trainerwechsel wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel verpasst, beide (1:2 gegen Osnabrück und 0:2 in Düsseldorf) gingen verloren. Dementsprechend konnte den 25-Jährigen sein herrlicher Linksschuss in Fürth weder über die fünfte Gelbe Karte noch über den doppelten Punktverlust hinwegtrösten. "Es ist schön, dass der Ball reingegangen ist, aber drei Punkte wären in unserer Situation schöner gewesen." Für das neue Ziel Relegationsplatz müssen die nächsten drei gegen Kaiserslautern geholt werden - erstmals unter Baumgart dann auch ohne Muheim.

Sebastian Wolff

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