2. Bundesliga

FCK verzweifelt an Mathenia - Fortuna schielt nach oben - Rostock jubelt nach Turbulenzen

2. Bundesliga, 14. Spieltag: St. Pauli punktet gegen Darmstadt

HSV verdrängt Paderborn von Platz 2 - Hannover bleibt dran

Laszlo Benes jubelt nach seinem Tor zum 3:2 für den HSV.

Laszlo Benes jubelt nach seinem Tor zum 3:2 für den HSV. IMAGO/Ulrich Hufnagel

Der HSV gewann nach drei Ligaspielen ohne Sieg am Sonntag das sehenswerte Verfolgerduell beim SC Paderborn mit 3:2 und verdrängte die Ostwestfalen von Platz 2. Selbst der Fehlstart mit dem frühen Gegentreffer durch Leipertz (3.) brachte die Hanseaten diesmal nicht ins Wanken. Glatzel (23.) und der starke Dompé (45.+1) sorgten noch vor der Pause für die Wende. Auch nach dem zweiten Treffer von Leipertz (51.) zeigte der HSV eine positive Reaktion: Dompé, der schon für Glatzel aufgelegt hatte, bediente diesmal Benes, der unhaltbar veredelte (69.). Der Rückstand des HSV auf Darmstadt beträgt nun nur noch einen Punkt.

Hannover hält Anschluss

Hannover 96 behauptete durch ein 1:0 gegen den Karlsruher SC Platz fünf und konnte obendrein den Abstand zum Aufstiegsrelegationsplatz auf zwei Punkte verringern. Für Hannover war Weydandt (56.) erfolgreich, nachdem Nielsen mit einem Foulelfmeter noch an Gersbeck gescheitert war (43.). Karlsruhe schwächte sich dann selbst: KSC-Kapitän Gondorf sah in der 62. Minute nach einem Foulspiel Gelb-Rot (62.). Für die Gäste war es die vierte Pflichtspielniederlage nacheinander.

Bachmann schießt Sandhausens 400. Zweitliga-Tor

Eintracht Braunschweig kam beim abstiegsbedrohten SV Sandhausen trotz zweimaliger Führung nur zu einem 2:2. In Sandhausen brachte Ujah (52.) die Löwen in Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Bachmann (66.) - dem 400. Tor des SVS in der 2. Liga - stellte Donkor (74.) die Gästeführung zwar wieder her. Doch Kinsombi (80.) gelang noch der Ausgleich.

Daschner kontert Ronstadts Traumtor

Am Samstagabend empfing der FC St. Pauli den Spitzenreiter aus Darmstadt. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem beide Teams die Offensive suchten. Direkt zu Beginn wäre den Hausherren beinahe ein Eigentor unterlaufen, der Ball klatschte an die Latte (8.). Die beste Chance der Hamburger im ersten Durchgang vergab Irvine (39.). Tore sollte es dann nach der Pause geben: Ronstadt brachte die Lilien per Traumtor in Führung (60.), doch Daschner hatte für die Kiez-Kicker die richtige Antwort parat (69.). Somit endete die Partie leistungsgerecht mit 1:1. 

FCK ohne Abschlussglück: Weinzierl-Lauf hält

Der FCK verzweifelte gegen Nürnberg zwischendurch, hier Marlon Ritter.

Der FCK verzweifelte gegen Nürnberg zwischendurch, hier Marlon Ritter. picture alliance/dpa

Zuletzt hatte der 1. FC Kaiserslautern seine Sieglos-Misere in Rostock beendet, doch im wegen des hohen Andrangs verspätet angepfiffenen Traditionsduell gegen den 1. FC Nürnberg am Samstagnachmittag ließ der Aufsteiger zwei Punkte liegen. Nach einer höhepunktarmen ersten Hälfte erhöhten die Hausherren vor vollem Haus den Druck, doch Club-Torwart Mathenia rettete mehrmals klasse, insbesondere gegen Boyd (68.). In der Schlussphase wurde ein Handelfmeter für den FCK zu Recht vom VAR einkassiert, weil kein Nürnberger, sondern Tomiak mit der Hand am Ball gewesen war (82.). Und so erkämpfte sich der offensiv völlig harmlose FCN ein 0:0-Remis - das vierte Pflichtspiel ohne Gegentor am Stück im vierten Spiel unter Trainer Markus Weinzierl.

Skrzybski-Tor zu wenig: Kownacki schießt Fortuna in die Spitzengruppe

Fortuna Düsseldorf hat das Verfolgerduell beim zuvor punktgleichen Tabellennachbarn Holstein Kiel gewonnen und darf sich nach dem 2:1-Sieg nach oben orientieren. Mit Verspätung belohnte sich die Thioune-Elf für eine starke Anfangsphase mit der Pausenführung (Appelkamp, 42.). Die Kieler, die kurzfristig auf die erkrankten Dähne und Bartels verzichten mussten und deshalb mit Zweitliga-Debütant Schreiber im Tor antraten, glichen durch das zehnte Tor von Toptorjäger Skrzybski aus (70.), kassierten aber einen VAR-Elfmeter, den der gefoulte Kownacki verwandelte (82.). Bitter für die Düsseldorfer allerdings: Kapitän Sobottka flog kurz vor Schluss nach einem taktischen Foul mit Gelb-Rot vom Platz.

Pröger mit links und rechts: Hansa beendet Sieglos-Serie

Hansa Rostock hat nach vier sieglosen Spielen wieder gewonnen - in Regensburg feierte die Härtel-Elf am Ende einer turbulenten Woche einen 3:0-Sieg. Pröger traf für die eiskalten Gäste erst mit links (7.), dann mit rechts (26.) und ebnete so früh den Weg. Zusätzliches Pech für den Jahn: Kennedy, der beim ersten Gegentor gerade behandelt wurde, musste verletzungsbedingt früh vom Platz. Nach dem Seitenwechsel scheiterte Albers am Aluminium (53.) - stattdessen machte Ingelsson alles klar: Er überraschte - abgefälscht von Elvedi - den spekulierenden Stojanovic im Jahn-Tor im kurzen Eck (64.).

Zorniger-Debüt glückt, Bielefeld jetzt Letzter

Großer Jubel: Fürth siegte im Kellerduell gegen Bielefeld.

Großer Jubel: Fürth siegte im Kellerduell gegen Bielefeld. IMAGO/Zink

Am Freitag hatte der Spieltag mit dem Duell Letzter gegen Vorletzter begonnen. Fürth ging mit dem neuen Trainer Alexander Zorniger ins Duell mit Bielefeld und durfte auch als erstes jubeln (Sieb, 30.). Das Kleeblatt war gegen harmlose Arminen offensiv etwas gefährlicher und verdiente sich somit diese Pausenführung. Kleine Randnotiz aus dem ersten Durchgang: Schiedsrichter Felix Brych musste wegen Kniebeschwerden behandelt werden, konnte aber weitermachen. In den zweiten 45 Minuten blieben die Hausherren die etwas bessere Mannschaft. Sieb verpasste den Doppelpack (58.), Raschls Schuss parierte Fraisl (70.). Am Ende musste sich Fürth, das durch Abiama die Entscheidung liegenließ (90.), über die vergebenen Chancen nicht ärgern, da Bielefeld an diesem Tag offensiv einfach zu ideenlos war - und jetzt neues Schlusslicht ist.

Magdeburg gleicht mit der letzten Aktion aus

Knapp war es auch im anderen Spiel des Abends. Magdeburg machte gegen Heidenheim zwar das Spiel und kratzte sogar an den 80 Prozent Ballbesitz, dem Aufsteiger fiel damit aber nicht viel ein. Gefährlicher war der FCH, der durch Thomalla in Führung ging (23.) und beinahe von einem Eigentor von Bell Bell profitierte (39.). Nach dem Seitenwechsel bot sich dasselbe Bild, der FCM hatte mehr vom Spiel, der FCH war gefährlicher, Kleindienst verpasste das 2:0 (47.). Insgesamt war der Aufsteiger in der Offensive einfach zu zahnlos und entwickelte kaum Gefahr - bis in die Schlussphase: Denn quasi mit der letzten Aktion der Partie traf Ito (90.+3) und sicherte Magdeburg somit einen Punkt. 

mst, jpe, cfl

Das sind die Trainer der Zweitligisten