2. Bundesliga

HSV: Millionendeal mit der Stadt

Hamburg zahlt 23,5 Millionen Euro für das Stadiongrundstück

HSV: Millionendeal mit der Stadt

Das Hamburger Volkspark-Stadion.

Das Hamburger Volkspark-Stadion. imago images

Mittwochmorgen haben beide Seiten zunächst einen Letter of Intent, eine Absichtserklärung unterschrieben, die Bürgerschaft muss dem Deal noch zustimmen. Mit dem Erwerb des Grundstücks im Volkspark räumt die Stadt dem HSV ein Erbbaurecht bis 2087 ein, optional kann es bis 2117 verlängert werden.

Frische Geldmittel also in wirtschaftlich schwierigen Zeiten - der HSV verpflichtet sich in dem Vertrag jedoch zur Modernisierung des Stadions. Finanzvorstand Frank Wettstein erklärt zufrieden: "Mit dieser Umstrukturierung des Eigentumsverhältnisses am Stadiongrundstück in ein langfristiges Erbbaurecht können wir trotz der immensen wirtschaftlichen Herausforderungen, vor denen wir wegen der Corona-Pandemie stehen, das Volksparkstadion aus eigener Kraft für die Zukunft und insbesondere mit Blick auf die EURO 2024 ausrichten. Durch diese Vereinbarung können wir die umfangreichen Modernisierungen trotz Corona-Krise und erheblicher Umsatzeinbußen realisieren."

Wettstein nennt dieses Modell, dass seinem Verein Luft verschafft "eine optimale Lösung für alle Seiten." Hamburgs Finanzsenator bewertet dies ähnlich. Tatsächlich strebt die Stadt Hamburg an, möglichst wieder mehr Flächen in Eigentum zu nehmen, dementsprechend sagt Andreas Dressel: "Nachdem wir zu Jahresbeginn eine Absichtserklärung mit dem FC St. Pauli für eine Erbbaurechtsverlängerung bis 2110 abgeschlossen haben, schaffen wir für den HSV einen ähnlichen Rahmen zunächst bis zum 200. Vereinsjubiläum. Diese extrem langfristige Planungssicherheit hilft auch bei in ferner Zukunft liegenden Investitionen und Kreditfinanzierungen. Mehr Zukunft geht nicht."

Sebastian Wolff

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