2. Bundesliga

HSV-Fans kritisieren Einlass-Situation am Millerntor - St. Pauli bezieht Stellung

Nach dem Hamburger Derby

HSV-Fans kritisieren Einlass-Situation am Millerntor - St. Pauli bezieht Stellung

Ausverkauftes Millerntorstadion beim Hamburger Derby.

Ausverkauftes Millerntorstadion beim Hamburger Derby. IMAGO/KBS-Picture

Bereits im Vorfeld der Partie am Freitagabend zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV (3:0) ist es zu unschönen Szenen gekommen:  In sozialen Medien kursierte ein Video, das einen unverhältnismäßigen Einsatz der Polizei im Vorfeld des Spiels zeigen soll. Die Kiez-Kicker fordern von den Sicherheitsbehörden eine Aufklärung - dieser Forderung schloss sich der "HSV Supporters Club" an: "Wir fordern eine unabhängige, zeitnahe und vollständige Aufklärung des Polizeieinsatzes beim Derby und dessen Verhältnismäßigkeit", heißt es auf dem Twitter-Kanal der Vereinigung.

"HSV Supporters Club" kritisiert "Einlass am Gästebereich scharf"

Allerdings berichtet der "HSV Supporters Club" auch von massiven Problemen beim Einlass in den Gästebereich des Stadions am Millerntor. "Wir möchten den Einlass am Gästebereich scharf kritisieren", hieß es in einer auf Twitter veröffentlichten Stellungnahme. Demnach soll die Zeit zum Einlass zu knapp bemessen, das eingesetzte Ordnungspersonal überfordert und zudem etliche Barcodes der "Print-at-Home"-Tickets unleserlich gewesen sein. "Die Zustände am Freitag waren inakzeptabel", schlussfolgerte die Fan-Vereinigung und fordert vom FC St. Pauli Verbesserungen: "Wir sollten nicht waren, bis Schlimmeres passiert, sondern jetzt handeln." Dazu kündigte der "HSV Supporters Club" an, das Gespräch "mit allen Beteiligten" suchen zu wollen, damit "sich die Situation vor Ort ändert".

St. Pauli nimmt Stellung und bezieht sich auf Sicherheitsgespräch und "Kurvengespräch"

Der FC St. Pauli reagierte auf die Vorwürfe mit einer eigenen Stellungnahme und rechtfertigte das im Vorfeld ausgearbeitete Konzept. Dass es beim Einlass "vor dem Stadion bei einem großen Andrang und extra Polizeikräften, die dort eingesetzt werden, eng werden kann", sei erwartet worden: "Der FC St. Pauli richtete daher vor dem Spiel gegen den HSV am Gästebereich eine Pufferzone mit vier Schleusen ein. Dies war bereits am Dienstag bei einem Sicherheitsgespräch - an dem auch mehrere Vertreter des HSV teilnahmen - so kommuniziert und besprochen worden", heißt es auf der FCSP-Website.

Bei dem Sicherheitsgespräch sei die Öffnung des Stadions für 17 Uhr vereinbart worden - die Kiez-Kicker öffneten für die HSV-Fans die Tore sogar noch früher, damit diese ihre Choreos vorbereiten konnten. "Verzögerungen beim Einlass hatten vor allem damit zu tun, dass die Polizei noch weitere Kräfte in dem Bereich einsetzen wollte", hieß es weiter. Zudem habe es noch vor Ort ein "Kurvengespräch" zwischen Vertretern St. Paulis und des HSV gegeben, "um die Situation am Einlass zu besprechen und offene Fragen zu klären".

Die Kiez-Kicker kritisierten in ihrem Statement ihrerseits das Verhalten einzelner HSV-Anhänger. So sei eine Toilettenanlage im Gästebereich massiv beschädigt worden, zudem seien sexistische Banner im HSV-Block zu sehen gewesen.

jer

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