2. Bundesliga

HSV droht erneuter Glatzel-Ausfall

Der Torjäger fehlte auch zum Start in die Trainingswoche

HSV droht erneuter Glatzel-Ausfall

HSV-Stürmer Robert Glatzel droht erneut auszufallen.

HSV-Stürmer Robert Glatzel droht erneut auszufallen. IMAGO/Eibner

Der 30-jährige Mittelstürmer Robert Glatzel hatte seit dem Abschlusstraining vor der Partie am Ostersonntag über Oberschenkelprobleme geklagt, war dann dennoch mit nach Fürth (1:1) gereist, hatte sich rund um die Uhr behandeln lassen und zumindest auf einen Einsatz als Joker gehofft. Zum Warmlaufen war er mit der Mannschaft auf den Platz gekommen, wagte einen Härtetest, senkte aber dann doch den Daumen - und droht nun auch am kommenden Samstag gegen seinen Ex-Klub Kaiserslautern auszufallen.

Nach der Rückkehr in die Hansestadt wurde Glatzel zum Wochenanfang eingehend untersucht, eine strukturelle Verletzung im Oberschenkel wurde dabei nicht festgestellt. Die Hoffnung war, dass der Angreifer nach dem freien Dienstag wieder einsteigen kann. Statt mit den Kollegen auf dem Platz aber trainierte Glatzel lediglich separat im Kraftraum. Das bedeutet: Es bleiben nur noch zwei Trainingstage bis zur Partie. Glatzel wird sie wohl abermals verpassen, nachdem er bis zum Spiel in Fürth nicht ein Zweitligaspiel des HSV nach seinem Wechsel an die Elbe im Sommer 2021 verletzt verpasst hatte.

Steffen Baumgart ist generell kein Freund davon, angeschlagene Spieler zu schnell wieder ins Rennen zu werfen, bei Glatzel würde er indes womöglich eine Ausnahme machen, so wie vor der Länderspielpause gegen Wehen Wiesbaden (3:0) bei Miro Muheim. Der Grund wie seinerzeit beim Linksverteidiger: Es fehlen die Alternativen. Mittelstürmer-Backup Andras Nemeth wartet bereits seit Februar 2023 auf ein Tor, ist auch ein Dreivierteljahr nach seinem Knöchelbruch noch kein annähernd gleichwertiger Ersatz. Dennoch muss der 21-jährige Ungar gegen den Pokalfinalisten aus der Pfalz wohl wieder ran.

Neben Glatzel wird wohl auch weiterhin Ignace van der Brempt ausfallen. Während mit Jean-Luc Dompé ein Sorgenkind der letzten Wochen komplett mittrainieren konnte, arbeitete der Rechtsverteidiger nach auskurierter Muskelblessur wie schon zum Ende der Vorwoche lediglich individuell.

Sebastian Wolff

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