2. Bundesliga

HSV-Coach Walter ärgert sich über Schiedsrichterentscheidung

Schiedsrichterentscheidung beim 0:1 in Hannover sorgt für Unmut

HSV-Coach Walter: "Man muss es sich anschauen, wenn man nicht sicher ist"

Unzufrieden mit dem Schiedsrichter: HSV-Coach Tim Walter.

Unzufrieden mit dem Schiedsrichter: HSV-Coach Tim Walter. picture alliance / Eibner-Pressefoto

Robert Glatzel bejubelte den frühen Führungstreffer umsont. Sein Vorlagengeber Bakery Jatta hatte klar ersichtlich im Abseits gestanden, sodass Stegemann diesen Treffer nach Ansicht der Videobilder revidierte. Darüber gab es auch keine Diskussionen, ganz im Gegensatz zum entscheidenden 1:0 von Hannover 96 im Gegenzug. Dem von Linton Maina erfolgreich abgeschlossenen Konter ging ein vermeintliches Foul zuvor - im eigenen Strafraum. Dort wurde Jatta im Zweikampf von Sei Muroya getroffen, doch statt der Möglichkeit, per Elfmeter in Führung zu gehen, kassierte der HSV das Tor hinten; allen Protesten zum Trotz.

Ich bin es leid, jedes Mal darüber diskutieren zu müssen.

Tim Walter

Besonders ärgerten sich die Hamburger darüber, dass Stegemann sich die Szene nicht in der Review-Area anschaute. "Ich bin es leid, jedes Mal darüber diskutieren zu müssen. Man muss es sich anschauen, wenn man nicht sicher ist. Das ist ganz menschlich und Fehler sind auch menschlich", betonte Trainer Tim Walter. Auch Abwehrspieler Moritz Heyer befand, dass es "ein Elfmeter war". Für die Niederlage wollte Walter den Schiedsrichter aber nicht verantwortlich machen: "Das müssen wir jetzt akzeptieren. Wir können trotzdem Tore schießen und lassen uns darauf nicht ein."

"Es ist für unsere Entwicklung wichtig, dass wir auch solche Spiele mitmachen"

Gemessen an den Spielanteilen hätte der HSV gleich mehrere Tore erzielen müssen. Doch weniger die Chancenverwertung als das schlichte Kreieren derer war am Samstag das Hauptproblem. Gegen den tief stehenden Gegner mangelte es an zündenden Ideen, um das Abwehrbollwerk zu sprengen. "Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf - die Jungs haben es bis zum Ende probiert. Vorne hatten wir dann oft Pech. Das ist so im Fußball", so Walter.

Die erst zweite Saisonniederlage nach dem 2:3 im Stadterby beim St. Pauli am 3. Spieltag setzte der Serie von zwölf ungeschlagenen Partien ein Ende. "Es ist für unsere Entwicklung wichtig, dass wir auch solche Spiele mitmachen", versuchte Walter dennoch etwas Positives aus dem Rückschlag zu ziehen.

Statt mit dem Tabellenzweiten Darmstadt 98 gleichzuziehen, rutscht der HSV auf Rang 7 ab - neun Zähler hinter dem Spitzenreiter St. Pauli.

MK

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