2. Bundesliga

HSV bestätigt Verpflichtung von "Straßenfußballer" Pherai

Braunschweig verliert Leistungsträger

HSV bestätigt Verpflichtung von "Straßenfußballer" Pherai

Immanuel Pherai spielt künftig für den HSV.

Immanuel Pherai spielt künftig für den HSV. IMAGO/Eibner

Schon seit Wochen hatte sich der Wechsel von Immanuel Pherai zum Hamburger SV angebahnt, vor wenigen Tagen war die grundsätzliche Zusage an die Rothosen bekanntgeworden - und nun ist der Transfer auch offiziell unter Dach und Fach. Pherai erhält einen Vierjahresvertrag. Die Ablöse soll dem Vernehmen nach bei rund 1,5 Millionen Euro liegen. "Wir freuen uns, dass sich Immanuel für unseren Weg entschieden hat und zum HSV wechselt", sagt Vorstand Jonas Boldt in einer Klub-Mitteilung. Der 22-jährige Niederländer habe schon länger unter Beobachtung gestanden. "Seine Entwicklung, insbesondere in der vergangenen Saison bei Eintracht Braunschweig, hat uns schließlich dazu veranlasst, uns frühzeitig und intensiv mit ihm und einem Wechsel zum HSV zu beschäftigen."

Genau jenes frühes Bemühen war wohl ausschlaggebend dafür, dass sich der offensive Mittelfeldspieler für den HSV entschieden hat und andere Angebote ausschlug - unter anderem soll der FC Schalke 04 Interesse bekundet haben.

Danach habe ich gesagt: Für den HSV möchte ich gern spielen.

Immanuel Pherai über das Braunschweiger Gastspiel in Hamburg

Pherai hatte mit einer starken Saison bei Eintracht Braunschweig auf sich aufmerksam gemacht. In 27 Zweitliga-Partien gelangen ihm neun Tore und fünf Vorlagen. "Immanuel ist ein echter Straßenfußballer, der offensiv sehr mutig und zielstrebig agiert", sagt Hamburgs Direktor Profifußball Claus Costa über den Neuzugang. "Er ist technisch stark, sehr schnell und sucht immer den direkten Weg zum Tor, um selbst torgefährlich zu werden oder seine Mitspieler einzusetzen. Und: Immanuel möchte den Unterschied ausmachen, daher freuen wir uns sehr auf ihn."

Seine Qualitäten hatte Pherai zuvor in der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund unter Beweis gestellt (unter anderem sechs Tore und sieben Vorlagen in 31 Drittliga-Spielen) sowie während einer Ausleihe nach Zwolle. Ausgebildet wurde er bei AZ Alkmaar, 2017 holte ihn der BVB in seine Nachwuchsabteilung.

Pherai selbst betonte: "Ich kann es kaum erwarten, in diesem Stadion und vor diesen Fans zu spielen. Sie haben mich sehr beeindruckt, als ich mit der Eintracht hier zu Gast war. Danach habe ich gesagt: Für den HSV möchte ich gern spielen."

pau