Bundesliga

Hrgota: "Es gibt nichts Schlimmeres als zu verlieren"

Angreifer bleibt Fürths Kapitän

Hrgota: "Es gibt nichts Schlimmeres als zu verlieren"

Fürths Kapitän Branimir Hrgota will auch im Training immer gewinnen.

Fürths Kapitän Branimir Hrgota will auch im Training immer gewinnen. imago images/Zink

Aus Fürths Trainingslager in Bramberg/Österreich berichtet Frank Linkesch

Wenn es laut wird auf dem Trainingsplatz in Neukirchen am Großvenediger, ist Branimir Hrgota nicht weit. Der Kapitän der SpVgg Greuther Fürth geht verbal voran, lobt, kritisiert, feuert an und schreit auch mal seinen Ärger raus. "Ich bin nicht immer der ruhige Typ. Wenn wir trainieren, muss es ein bisschen lauter werden", sagt der 28-Jährige. Auch sportlich lässt es Hrgota krachen, im Vormittagstraining am Donnerstag wuchtete er einen Ball aus fast unmöglichem Winkel ins kurze Toreck.

Hrgota: "Es ist wichtig, dass alle die Gewinnermentalität bekommen, nicht nur ich"

Die vor einem Jahr von Trainer Stefan Leitl getroffene Entscheidung, den Schweden zum Kapitän zu bestimmen, war eine gute. Hrgota blüht in dieser Rolle auf, gibt den Mitspielern ein Beispiel. "Ich bin der Erste, der mit Leistung vorangehen und an die Grenze kommen muss. Wenn ich es nicht mache, kann ich es auch nicht von der Mannschaft fordern." Also gibt er Gas, in jedem Training, mit jeder Aktion, die kurze Hose immer ein Stück nach oben drapiert. "Verlieren hasse ich, auch im Training. Es gibt nichts Schlimmeres", erzählt Hrgota. "Es ist wichtig, dass alle die Gewinnermentalität bekommen, nicht nur ich."

Hrgota übernimmt gerne Verantwortung, das spürt man auf dem Platz und im Gespräch. Im Leben abseits des Fußballs bekommt er demnächst ebenfalls mehr davon, Geburtstermin der ersten Tochter ist am 12. Oktober. "Hoffentlich nicht genau an einem Spieltag", sagt er. Wenn das Abenteuer Bundesliga für die Fürther beginnt, ist der Schwede auf seiner dritten Deutschland-Station nach Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt der verlängerte Arm Leitls. Trainer und Kapitän verbindet ein Vertrauensverhältnis. "Ich muss Stefan Leitl ein Riesenlob aussprechen, er hat mir Selbstvertrauen gegeben", erzählt der Angreifer. "Ich kann immer zu ihm gehen und reden, nicht nur über Fußball. Ich habe ihn zum Beispiel auch gefragt, was man als Vater alles machen muss."

Hrgota räumt letzte Zweifel an seinem Verbleib aus 

Letzte, hauchzarte Zweifel, ob er Kapitän bleibe, räumte Hrgota am Donnerstag höchstpersönlich aus. "Als ich den Vertrag verlängert habe, war klar, dass ich es bleibe." Bis 2024 läuft der neue Kontrakt, seine Rolle erfüllt Hrgota mit Stolz: "In der Bundesliga Kapitän zu sein ist riesig, das hat vor zwei Jahren keiner gedacht, als ich zu Greuther Fürth gekommen bin." Diese Aussage triff auf ihn wie das gesamte Team zu. Hrgota betont die Wichtigkeit der Defensive, "offensiv, glaube ich, werden wir es gut hinbekommen". Wenn’s sein muss, mit lautstarkem Antrieb des Kapitäns

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