3. Liga

Hoßmang: "Es war ein Anfang"

Magdeburgs Trainer nach dem ersten Saisonsieg

Hoßmang: "Es war ein Anfang"

Gibt die Marschrichtung vor: FCM-Coach Thomas Hoßmang.

Gibt die Marschrichtung vor: FCM-Coach Thomas Hoßmang. imago images

Erst mal aufatmen, kräftig durchschnaufen. Es ist wahrlich kein Geheimnis, dass im Business Profifußball eine lange Durstrecke eines ambitionierten Vereins zumeist einen Wechsel auf dem Trainerposten zur Folge haben kann. Thomas Hoßmang wollte es darauf gar nicht erst ankommen lassen und riskierte beim Duell mit Aufsteiger Türkgücü München etwas. Er reagierte auf die mangelhafte Offensivleistung (zuvor ein Treffer in vier Partien) mit einer neu formierten Offensive, in der besonders ein prominenter Name fehlte: Christian Beck.

Der 32-Jährige ist als Kapitän und zweiterfolgreichster Torjäger der Vereinsgeschichte (121 Treffer in 269 Spielen) das Gesicht des 1. FC Magdeburg. Das alles hielt Hoßmang aber nicht davon ab, den in dieser Saison noch erfolglosen Stürmer auf die Bank zu verfrachten. Der Magdeburger Cheftrainer erklärte seine Entscheidung im Interview mit "Magenta Sport" durch den "großen Konkurrenzkampf" im "breiten Kader". Becks Offensivpartner Bertram gehörte noch nicht einmal zum Aufgebot, musste das Spiel von der Tribüne aus verfolgen - mit großer Freude, wie sich später herausstellen sollte.

Denn das überraschende "Experiment" war von Erfolg gekrönt. Der Schlusspfiff hatte einen starken Hauch von Erlösung und besiegelte den hart erarbeiteten ersten Saisonsieg der Elbkicker. Die Magdeburger Protagonisten genossen die Minuten nach dem Schlusspfiff augenscheinlich in vollen Zügen und zelebrierten die verdienten drei Punkte mit den 4.700 Fans, die in der MDCC-Arena vor Ort waren und ihre Mannschaft verbal zum Erfolg gepeitscht hatten.

Bewährungsprobe in Verl

"Die Basis hat heute gestimmt. Wir haben über 90 Minuten eine gute Einstellung gezeigt, sauber gegen den Ball gearbeitet und viele Tiefenläufe absolviert", lautete das Fazit von Hoßmang. Der Magdeburger Trainer weiß aber, dass "es" lediglich "ein Anfang war" und seine Mannschaft am Dienstag (19 Uhr, LIVE! bei kicker) beim im Vergleich zu Türkgücü "genauso starken Aufsteiger" SC Verl die nächste "schwere Aufgabe" erwartet. Nun lässt sich aus Blau-Weißer Sicht nur noch hoffen, dass es der Anfang einer 180-Grad-Wende ist.

phb