3. Liga

3. Liga: Philipp Hosiner: "Ein Gegner, der uns alles abverlangt"

Dynamo Dresden vor Derby gegen Zwickau

Hosiner: "Ein Gegner, der uns alles abverlangt"

Neuzugang Philipp Hosiner erzielte gegen den VfB Lübeck sein erstes Tor für Dynamo Dresden.

Neuzugang Philipp Hosiner erzielte gegen den VfB Lübeck sein erstes Tor für Dynamo Dresden. imago images

Schon zu Beginn der Pressekonferenz musste Kauczinski vier Ausfälle für die anstehende Partie gegen Zwickau bekanntgeben. Auf Justin Löwe, Luka Stor, Pascal Sohm und Marco Hartmann müssen die Dresdener verzichten. Trotz der guten Bilanz mit zehn Punkte aus den ersten fünf Spiele, wird es für Dynamo nicht einfach. Der FSV sei ein robuster Gegner, der schnell umschaltet: "Mannschaften von Joseph Enochs sind immer kämpferisch und körperlich robust", so Dynamos Trainer. Der FSV würde schon früh im Spiel Druck ausüben und seine Mannschaft müsse sich darauf einstellen, dass es insgesamt mehr Umschaltphasen geben wird.

Auch Stürmer Hosiner ist sich der Stärke Zwickaus bewusst: "Ein Gegner, der uns alles abverlangt." Die englische Woche siehe er aber nicht als Problem. Ein Profi solle dies verkraften können, findet er. Zuletzt hatte der Neuzugang aus Chemnitz im Spiel gegen Lübeck (1:0) sein erstes Pflichtspieltor für Dresden erzielt. Nicht nur seine Beine seien nun leichter nach dem Sieg, die Mannschaftskasse der Dresdner profitiere auch von seinem Erfolg. Wie Hosiner amüsiert verrät, musste er 20 Euro für seinen Treffer spendieren. Kauczinski über Fußball in Corona-Zeiten: Es gilt für uns nichts Anderes

Das Spiel gegen den FSV Zwickau wird ein besonderes sein. Es ist nicht nur ein Derby, sondern findet auch am Anti-Rassismus Tag stand. Für das zehnjährige Jubiläum werden die Spieler in einem Sondertrikot auf den Platz auflaufen, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. 999 Zuschauer werden im Stadion erlaubt sein. Für Trainer Kauczinski ist es schade, dass nicht mehr dabei sein können, besonders wegen der Fanfreundschaft, die beide Mannschaften verbindet.

Man spielt immer gerne vor Fans und hat immer den Traum gehabt, in vollen, großen Stadien zu spielen.

Philipp Hosiner

Sorgen um den Fußball in Corona-Zeiten habe er aber nicht. Natürlich könne es zu wirtschaftlichen Problemen kommen, durch geringe Zuschauerzahlen und damit verbundenen Mindereinnahmen. Aber dies sei in anderen Branchen genau der gleiche Fall: "Es gilt für uns nichts Anderes, was für alle anderen gilt". Jegliche kulturellen Veranstaltungen seien wichtig, aber es sei gleichzeitig auch eine "unheimlich schwierige Entscheidung" in Bezug auf Zu-und Absagen verschiedener Veranstaltungen. Fußball sei für ihn aber trotzdem weiterhin ein wichtiger Teil der Gesellschaft.

Auch Hosiner vermisst die Fans

Für die Spieler sei die momentane Situation auch nicht einfach, wie Hosiner berichtet. Es sei vor allem mental schwierig, wenn keine Zuschauer die Mannschaft unterstützen. "Man spielt immer gerne vor Fans und hat immer den Traum gehabt, in vollen, großen Stadien zu spielen." Aber auch die geringe Anzahl an Fans sorge für eine besondere Stimmung und man sei sich durchaus der Verantwortung gegenüber den Fans zu Hause bewusst. Gerade bei Spielen, wie gegen den FSV Zwickau, wolle man ab der ersten Minute zeigen, dass Derbys etwas Besonderes seien.

kon

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