Eishockey

Hopp über DEL-Start: "Es wird eine spannende Sache"

Jungstar Stützle darf schon bald wieder passen

Hopp über DEL-Start: "Es wird eine spannende Sache"

Nicht nur in Mannheim soll ab Dezember wieder DEL-Eishockey gespielt werden.

Nicht nur in Mannheim soll ab Dezember wieder DEL-Eishockey gespielt werden. imago images

"Es ist unheimlich schön, wenn man über die Ziellinie läuft und alle Kraftanstrengungen der letzten Monate sich gelohnt haben. Wir haben uns alle gegenseitig ein Stück weit gratuliert und einen Satz des Lobes ausgesprochen. Wir wollten den Fans, den Zuschauern, den Spielern ihren Sport zurückbringen. Ich bin sehr froh, dass wir jetzt die wirtschaftlichen Voraussetzungen geschaffen haben und guten Gewissens die Saison starten können", erklärte der Sohn von SAP-Mitgründer Dietmar Hopp am Mittwoch am Rande der Testpartie gegen die Eisbären Berlin bei Magenta Sport, der neben seiner Rolle als Geschäftsführer der Adler auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der DEL sowie DEB-Vizepräsident ist.

Kleiner Puffer für etwaige Spielabsagen

Auch über den neuen Modus, aufgeteilt in eine Nord- und eine Süd-Gruppe, äußerte sich Hopp: "Es wird eine spannende Sache, in den Gruppen zu spielen. Wir werden dann quasi Eishockey sieben Tage lang in der Woche erleben. Das ist für die Zuschauer eine tolle Geschichte. Wir werden die nächsten drei Monate jeden Tag Eishockey haben - und das ist gut." Selbst für den Fall von coronabedingter Spielabsagen sei ein kleiner Puffer eingebaut worden: "Hoffentlich brauchen wir ihn nicht. Aber wenn wir ihn brauchen, werden wir ihn nutzen."

In Sachen verkürzter Play-offs nach dem Modus "Best-of-three" - normal ist in der DEL ab dem Viertelfinale "Best-of-seven" - bewahrt sich die Liga für den Fall einer WM-Absage etwas Flexibilität: "Im Moment haben wir uns auf 'Best-of-three' geeinigt, in der Hoffnung, dass wir das vielleicht noch ausbauen können. Denn die Play-offs sind das Salz in der Suppe. Jeder freut sich auf diese Zeit. Jeder will das auch genießen. 'Best-of-three' ist kurz, aber ich sage es mal so: Es ist der jetzigen Zeit besser als gar nichts. Es wird ein deutscher Meister ausgespielt."

Stützle: "Schneller verlaufen als gedacht"

Unterdessen berichtete der Mannheimer Jungstar Tim Stützle, der jüngst im NHL Draft von den Ottawa Senators bereits an dritter Stelle ausgewählt worden war, über einen überraschend schnellen Heilungsverlauf nach seiner Handverletzung: "Es ist alles gut verlaufen. Der Arzt hat gesagt, ich kann ab nächste Woche wieder passen. Es ist schneller verlaufen als alle gedacht haben. Mein Ziel ist jetzt erstmal, zur U-20-WM fit zu werden. Das ist auch sehr realistisch", erklärte der 18-Jährige. Das höchste Juniorenturnier im Eishockey findet Ende Dezember im kanadischen Edmonton - ähnlich wie die NHL-Play-offs im Sommer - in einer "Bubble" statt.

Im Moment steht Stützle noch bei den Adlern unter Vertrag, Ottawa liebäugelt allerdings dem Vernehmen nach damit, ihn bereits in der Saison 2020/21 in der NHL einzusetzen. Hierfür würde es einer Einigung mit den Adlern über einen Wechsel bedürfen.

jom

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