Eishockey

Holzer: "Fit halten muss sich jeder selbst"

NHL: Predators-Verteidiger berichtet von "Selbst-Quarantäne"

Holzer: "Fit halten muss sich jeder selbst"

Korbinian Holzer

Auch ohne Eis auf Eis gelegt: NHL-Verteidiger Korbinian Holzer. imago images

"Die Situation ist natürlich sehr schwierig für alle, weil es einfach nicht absehbar ist, ab wann und ob es überhaupt weitergeht", sagte Holzer der dpa. Die NHL hatte veranlasst, ligaweit alle Eishockey-Arenen zu schließen. Ausnahmen gibt es nur für verletzte Spieler, die sich in der Reha befinden und die Fitnessräume nutzen dürfen.

"Die ganzen Trainingshallen sind geschlossen und uns wurde geraten, zu Hause zu bleiben und quasi in Selbst-Quarantäne zu gehen", berichtet Holzer, der darüber hinaus auch soziale Kontakte "so gut es geht" vermeiden soll. Auch der Trainingsalltag gestaltet sich für den Verteidiger der Nashville Predators schwierig, denn es gibt kein Eis. "Trainieren beziehungsweise sich fit halten muss sich jeder selbst. Wir haben jetzt ein kleines Fitness-Programm für diese Woche vom Verein als Guideline bekommen", so Holzer.

Nashville Predators - Vereinsdaten
Nashville Predators

Gründungsdatum

25.06.1997

Vereinsfarben

Blau-Gold-Weiß

San Jose Sharks - Vereinsdaten
San Jose Sharks

Gründungsdatum

09.05.1990

Vereinsfarben

Türkis-Schwarz-Orange-Weiß

Auch der deutsche Stürmer Lean Bergmann von den San Jose Sharks beschrieb die Trainings-Situation in den Eishockey News als "eine Herausforderung".

Wann und ob die NHL den Spielbetrieb wieder aufnehmen wird, ist weiterhin offen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat empfohlen, in den kommenden acht Wochen Veranstaltungen mit über 50 Personen zu verschieben oder abzusagen. Selbst im Falle von Geisterspielen käme es bei einer NHL-Partie mit Spielern, Trainern, Schiedsrichtern und Betreuern zu einer höheren Anzahl an Teilnehmern. Würde die Liga dieser Empfehlung folgen, würde der Spielbetrieb bis Mitte Mai ruhen.

NHL gestattet Rückkehr in Heimatorte

Derweil gestattet die NHL den Spielern, in ihre jeweiligen Heimatorte zurückzureisen. Voraussetzung dafür sei eine zweiwöchige Selbst-Isolation. Coronavirus-bezogene Symptome oder Testergebnisse seien sofort an die medizinischen Abteilungen der NHL-Klubs zu melden.

Damit hätten auch die neun deutschen NHL-Exporte Leon Draisaitl (Edmonton Oilers), Philipp Grubauer (Colorado Avalanche), Dominik Kahun (Buffalo Sabres), Tobias Rieder (Calgary Flames), Tom Kühnhackl, Thomas Greiss (beide New York Islanders), Nico Sturm (Minnesota Wild), Holzer und Bergmann die Möglichkeit, vorübergehend nach Deutschland zurückzukehren.

Bislang gab es noch keinen positiv-getesteten Corona-Fall in der NHL. Je nach Entwicklung der Virus-Pandemie prüft die Liga, ob es ab Ende März möglich sein wird, ein freiwilliges Kleingruppen-Training anbieten zu können. Es ist davon auszugehen, dass sich die National Hockey League bei weiteren Planungen und Überlegungen an der NBA orientiert, das die meisten Spielstätten sowohl Basketball- als auch Eishockey-Teams beheimaten. In der NBA gibt es zwei bestätigte Corona-Infektionen.

cru