Bundesliga

Jonas Hofmann hadert nach 2:2 bei RB Leipzig mit der Gelb-Roten Karte

Plea-Platzverweis erhitzt Gemüter - Rose verweigert Kommentar

Hofmann: "Dann weiß ich nicht, in welche Kategorie wir noch kommen"

"Tobi steht genau vor ihm und sieht, welche Gestik er macht": Gladbachs Offensivspieler Jonas Hofmann.

"Tobi steht genau vor ihm und sieht, welche Gestik er macht": Gladbachs Offensivspieler Jonas Hofmann. imago images

Das Leipziger Comeback hatte auch Gladbachs Keeper Yann Sommer eingeleitet, der vor dem 1:2 über Mitspieler Denis Zakaria gestürzt war und daraufhin den schon gesicherten Ball fallen ließ. Im Nachgang beschrieb der Schweizer Nationalkeeper die Szene am "Sky"-Mikrofon als "sehr unglücklich", weil "viel Chaos" vor seinem Tor geherrscht habe, empfand er es aber nicht als seinen "Fehler".

Dass nach einer "überragenden ersten Hälfte" mit "unglaublich gutem Gegenpressing" nur ein Punkt zu Buche stand, ärgerte auch Sommer. "Die Rote Karte hat uns das Genick gebrochen", bilanzierte der 31-Jährige. "Ich finde, dass ein bisschen Fingerspitzengefühl in dieser Situation angebracht gewesen wäre. Es ist ein Spitzenspiel, es sind Emotionen drin - das gehört für mich einfach dazu."

In die gleiche Kerbe schlug Torschütze Jonas Hofmann, der von einer "ganz harten Entscheidung" sprach. "Tobi (Referee Stieler, d.Red.) steht genau vor ihm und sieht, welche Gestik er macht", so der Offensivspieler: "Ich weiß nicht, ob er Französisch spricht und ob 'Lasso' (Plea, d.Red.) noch etwas gesagt hat." So sei es aber eben die "spielentscheidende Szene" gewesen.

Hofmann waren zwei Gelbe Karten für das Abwinken schlichtweg zu viel. "Dann weiß ich nicht, in welche Kategorie wir noch kommen", haderte der ehemalige Dortmunder. Coach Rose wurde selbstverständlich auch noch auf die Szene angesprochen, hatte aber keine Lust auf einen Kommentar. "Ich will dazu gar nichts sagen. Das erübrigt sich und jeder wird seine Meinung dazu haben. Danach war es zu zehnt natürlich sehr schwer", sagte der gebürtige Leipziger.

Rose hatte in der 76. Minute selbst von Stieler eine Gelbe Karte gesehen. "Ich habe mich zweimal aufgeregt im ganzen Spiel, als Spieler von uns mit einer Kopfverletzung am Boden lagen", führte Gladbachs Trainer aus: "Ich wollte nur, dass man das Spiel unterbricht. Wie ich reagiert habe, ist too much und bedeutet heutzutage eine Gelbe Karte."

Stieler sagte über die betreffende Szene, dass man sie im Nachhinein "durchaus" hätte pfeifen können. Rose habe sich die Gelbe Karte aber schon alleine damit verdient, dass er "gestenreich reklamiert" und die "Coaching Zone verlassen" habe. Abschließend fügte Stieler inklusive einer kleinen Spitze in Richtung Plea an: "Er hat die Gelbe Karte dann wie ein Mann ertragen und nicht nochmal abfällig reklamiert - im Gegensatz zu seinem Spieler."

msc

Bilder zur Partie RB Leipzig - Bor. Mönchengladbach