Bundesliga

"Hoffte, dass der Ball genau dort hinkommt": Schöpfs Tor-Premiere per Brust

Bielefeld mit neuem Streckenrekord in dieser Spielzeit

"Hoffte, dass der Ball genau dort hinkommt": Schöpfs Tor-Premiere per Brust

Lief viel und traf erstmals für die Arminia: Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf.

Lief viel und traf erstmals für die Arminia: Mittelfeldspieler Alessandro Schöpf. imago images/Revierfoto

Vor dem nun beendeten 20. Spieltag war Alessandro Schöpf in der Bundesliga statistisch der Spieler, der die meisten Torschüsse verzeichnete, ohne ein einziges Mal getroffen zu haben: Keiner seiner vorherigen 26 Abschlüsse war von Erfolg gekrönt.

Nun belohnte sich der Österreicher endlich einmal wieder selbst. Sein bemerkenswertes Tor zum 2:0, erzielt per Brust nach einer Rabona-Flanke seines Landsmannes und Mitspielers Patrick Wimmer, wird sicherlich in dem einen oder anderen Saisonrückblick noch einmal auftauchen.

Letzter Assist im November gegen Wolfsburg

Schöpfs elftes Erstligator der Karriere, das erste für seinen jetzigen Klub Arminia Bielefeld, ist von der Entstehung her nicht das einzige Kuriosum, das den 27-Jährigen umgibt. Seinen ersten Assist verzeichnete der im Sommer als Antreiber, Spielgestalter und eben Vorlagengeber geholte Akteur im November beim 2:2 gegen Wolfsburg, indem er als Gefoulter einen Elfmeter zum zwischenzeitlichen 2:0 durch Fabian Klos herausholte.

Diesmal reichte die von ihm hergestellte 2:0-Führung für drei Punkte. "Wir sind super ins Spiel gekommen, in der ersten Halbzeit haben wir nach Balleroberung sehr gut umgeschaltet und haben Nadelstiche gesetzt, sind verdient in Führung gegangen", beschrieb Schöpf die Umstände des Sieges bei der Eintracht. "Zweite Halbzeit haben wir es dann super verteidigt. Gemeinsam als Mannschaft, geschlossen - so muss das sein, dass sich jeder reinhaut. Deshalb geht der Sieg über 90 Minuten gesehen auch in Ordnung."

Wir sind super ins Spiel gekommen, in der ersten Halbzeit haben wir nach Balleroberung sehr gut umgeschaltet und haben Nadelstiche gesetzt, sind verdient in Führung gegangen.

Alessandro Schöpf

128,2 Kilometer: Arminen stellen Saison-Bestwert auf

Für sein Premierentor bei den Ostwestfalen war Schöpf wieder einmal kein Weg zu weit. 13,69 Kilometer, exakt einen Kilometer mehr als Frankfurts Bester in dieser Kategorie, Djibril Sow, rannte er während der gut 90 Minuten. Mit 128,2 Kilometern Mannschafts-Laufleistung stellte Arminia nicht nur dank Schöpf ligaweit einen neuen Saison-Bestwert auf. Wichtig waren vor allem die Schritte des Schützen vor dem Zaubertor. "Ich bin einfach durchgelaufen und habe gehofft, dass der Ball genau dorthin kommt. Im Endeffekt konnte ich dann nur noch meine Brust hinhalten, das hat ja dann Gott sei Dank auch gereicht."

Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - Arminia Bielefeld

Arminias abgezockter Auftritt bei den Hessen gibt auch dem routinierten Nationalspieler seines Landes Zuversicht für den laufenden Abstiegskampf. Schöpf: "Wir waren sehr fokussiert und konzentriert. Die Tore haben wir zum richtigen Zeitpunkt gemacht. Mental war das ein guter Faktor, weil jetzt erst einmal zwei Wochen kein Spiel ist und wir uns vorher gesagt haben, vor den freien Tagen alles rauszuhauen."

Michael Richter

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