2. Bundesliga

Hofft Arminia auf Lothar Matthäus?

Bielefeld: Kehrt "Sonnenkönig" Eichberg zurück?

Hofft Arminia auf Lothar Matthäus?

Fußball, 2. Bundesliga: Günther Eichberg (li.), hier mit dem ehemaligen Schweizer Nationaltrainer Köbi Kuhn.

Auf die Alm? Günther Eichberg (li.), hier mit dem ehemaligen Schweizer Nationaltrainer Köbi Kuhn. picture-alliance

Der Bundesliga-Absteiger ist angeblich an einer Verflichtung von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus als neuer Cheftrainer interessiert. Demnach sollen die ostwestfälischen Unternehmer August Oetker, Gerry Weber und Dirk Hindrichs (Schüco) für die Finanzierung des Weltmeisters von 1990 aufkommen. Mätthäus, der zuletzt als Trainer beim ungarischen Erstligisten FC Fehervar im Gespräch gewesen war, will nach seinem Urlaub in Dubai entscheiden, wie es weitergeht.

Zuletzt hatte sich Günther Eichberg um das Präsidentenamt bei den Arminen beworben. "Ja, ich werde nächste Woche nach Bielefeld fahren und dort mit ein paar Führungspersönlichkeiten aus dem Aufsichtsrat und der Wirtschaft Gespräche führen. Ich kann mir eine Präsidentschaft bei der Arminia sehr gut vorstellen", sagte Eichberg dem SID. Der Verein benötige "eine neue Struktur und wieder starke Leute im Vorstand, dafür würde ich mich gerne in Zusammenarbeit mit Rudi Assauer engagieren".

Assauer stünde Eichberg allerdings nur als Berater zur Seite, schloss im Gespräch mit dem SID aber kategorisch aus, ein Amt beim Bundesliga-Absteiger zu übernehmen. "Günter hat mich gefragt, ob ich ihm ab und zu helfe, wenn er Fragen hat. Ein Amt? Vergessen sie's. Mit Sicherheit nicht", sagte der langjährige Schalke-Manager.

Bei der Arminia herrscht nach dem siebten Abstieg aus der Bundesliga Führungschaos. Der Vorstand trat geschlossen zurück. Klubpräsident Hans-Hermann Schwick, Geschäftsführer Roland Kentsch, Albrecht Lämmchen und Andreas Mamerow werden ihre Ämter auf der Jahreshauptversammlung am 22. Juni zur Verfügung stellen.

Ein Amt? Vergessen sie's. Mit Sicherheit nicht.

Rudi Assauer über ein mögliches Engagement in Bielefeld

Eichberg war vom 16. Januar 1989 bis zum 17. Oktober 1993 Präsident auf Schalke. In dieser Zeit investierte er Millionen aus seinem Privatvermögen in den Verein. "Im Nachhinein war es ein Fehler, dass ich soviel eigenes Geld in den Verein gepumpt habe. Das hat mich fast Kopf und Kragen gekostet", sagte er später. Zwar führte Eichberg die "Knappen" wieder in die Bundesliga, zeichnete aber auch für einige Transferflops wie die Verpflichtung von Radmilo Mihajlovic oder Bent Christensen verantwortlich. Bei seinem Rücktritt im Oktober 1993 hinterließ er auf Schalke einen Schuldenberg.

Fußball, Die ehemaligen Schalker Führungskräfte Günther Eichberg (li.) und Rudi Assauer

Zusammenarbeit in Bielefeld? Die ehemaligen Schalker Führungskräfte Günther Eichberg (li.) und Rudi Assauer. imago

Mit einer Personalie lag Eichberg jedoch goldrichtig. "Die beste Entscheidung, die ich für Schalke getroffen habe, war die Rückholaktion von Rudi Assauer. Ich dachte damals, ich bleibe bis an mein Lebensende Schalke-Präsident." Stattdessen geriet er als Inhaber mehrerer Krampfader-Kliniken in Schieflage und siedelte daraufhin für zehn Jahre nach Florida über. 2004 schließlich wurde er zum Bürgermeister seines Wohnortes Bad Bertrich gewählt.