Bundesliga

Bayer | Hoffnung bei Adli, Entwarnung bei Azmoun und Schick

Gute Nachrichten für Leverkusen - auch Wirtz macht Fortschritte

Hoffnung bei Adli, Entwarnung bei Azmoun und Schick

Stehen in München wohl zur Verfügung: Sardar Azmoun und Patrik Schick (re.).

Stehen in München wohl zur Verfügung: Sardar Azmoun und Patrik Schick (re.). IMAGO/Team 2

Schick und Azmoun hatten sich in ihren Länderspielen für Tschechien (0:4 gegen Portugal) und den Iran (1:0 gegen Uruguay) Blessuren zugezogen, die aber offenbar keine Verletzungspause nach sich ziehen werden. Während Azmoun umgeknickt und später ausgewechselt worden war, hatte Schick einen schmerzhaften Tritt auf die Hand einstecken müssen. Doch beide Mittelstürmer sollen - Stand jetzt - am Freitagabend beim Spiel der Werkself in München einsatzfähig sein.

Kehren die Angreifer, deren Länder am Dienstag jeweils ein weiteres Spiel bestreiten, ohne schlimmere Beeinträchtigung nach Leverkusen zurück, kann Gerardo Seoane mit ihnen in München planen. Das gilt auch für Amine Adli - vorausgesetzt, dessen Röntgenuntersuchung am Montag bringt das erhoffe Ergebnis.

Der französische U-21-Nationalspieler hatte sich Mitte August beim 1:2 gegen den FC Augsburg bei seinem Comeback sein linkes Schlüsselbein gebrochen. Ergeben die Aufnahmen, dass der Bruch gut verheilt ist, Adli also auch wieder ohne erhöhtes Risiko Zweikämpfe führen und auf die Schulter fallen kann, so wird der vielseitige Offensivakteur in München wieder zum Leverkusener Aufgebot gehören.

Denn trotz langer Spielpause ist der 22-Jährige fit genug, nachdem er sich im März einen Sehnenriss im Oberschenkel zugezogen und seitdem mit Ausnahme der Augsburg-Partie sechs Monate gefehlt hatte. Der Linksfuß konnte im physischen Bereich zuletzt schon wieder hart an sich arbeiten. "Amine hat in den letzten zwei, drei Wochen schon sehr viel gemacht", erklärt Seoane, "weil die Verletzung ihn nicht daran gehindert hat. Bei ihm besteht die Hoffnung, dass er relativ zeitnah der Mannschaft wieder helfen kann

Behutsames Vorgehen bei Bellarabi

Nicht ganz so schnell geht es bei Karim Bellarabi (32) nach dessen Meniskusoperation. Wie Adli absolviert der Rechtsaußen zwar Teile des Mannschaftstrainings - das ohne jeden Körperkontakt. Mit Bellarabi wird Bayer aber auch wegen dessen Verletzungsanfälligkeit im muskulären Bereich sehr behutsam umgehen. "Bei Karim plane ich eher eine Woche mehr - bei ihm müssen wir immer ein bisschen vorsichtiger sein", so Seoane.

Noch viel weiter ist der Weg für Topstar Florian Wirtz nach dessen Kreuzbandriss. Der offensive Mittelfeldspieler macht aber weiter Fortschritte. So absolviert der Nationalspieler inzwischen intensivere Übungen mit Ball, doch seine Rückkehr ins komplette Teamtraining wird erst im Oktober erwartet. Einsätze für Bayer vor der WM scheinen zumindest nicht ausgeschlossen.

Stephan von Nocks

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