Bundesliga

Hoffmann und Kraus sind raus

HSV: Vorstände gehen sofort

Hoffmann und Kraus sind raus

Katja Kraus und Bernd Hoffmann verlassen den HSV-Vorstand.

Katja Kraus und Bernd Hoffmann verlassen den HSV-Vorstand. picture-alliance

Bernd Hoffmann und Katja Kraus werden den Hamburger SV vorzeitig verlassen. Erst am 6. März hatte der Aufsichtsrat beschlossen, die zum Jahresende auslaufenden Verträge mit den beiden Vorständen nicht zu verlängern. Nun kommt die Trennung sofort. "Es war mir an jedem Tag eine Freude und Ehre für diesen fantastischen Klub zu arbeiten. Auch an schwierigen Tagen. Ich bedauere sehr, dass aufgrund der Entwicklung der vergangenen Wochen eine Fortsetzung der erfolgreichen Entwicklung nicht möglich ist", sagte Hoffmann: "Ich bin sicher, wir hätten noch viel bewegen können. Ich wünsche dem HSV und allen HSVern alles Gute und werde Teil der HSV-Familie bleiben."

Interims-Vorsitzender soll Carl Edgar Jarchow werden, der von 2001 bis 2004 Mitglied im Aufsichtsrat war. Der 55-Jährige soll den Vorsitz kommissarisch bis zur Einsetzung eines regulären Vereinschefs übernehmen. Als Ersatz für Kraus bestellte der Aufsichtsrat für die kommenden zwei Jahre den Marketingexperten Joachim Hilke, der dem Vorstand des Klubs bereits von 1998 bis 2001 angehörte.

Die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden geht weiter. Die Position soll bis zur neuen Saison besetzt werden. Hoffmann stand dem Verein seit Februar 2003 vor. Zuletzt versank der Traditionsklub immer weiter im Chaos.

Die Suche nach einem neuen Sportdirektor dauerte 19 Monate und gipfelte in der spektakulären Absage von Matthias Sammer. Erst im Februar wurde mit Frank Arnesen ein neuer Mann für die sportlichen Belange präsentiert. Der Däne, der Nachwuchsleiter und Chefscout beim FC Chelsea war und seit der vergangenen Spielzeit auch als Chefanalytiker und Sportdirektor des Londoner Spitzenklubs fungiert, kommt aber erst zur neuen Saison in die Hansestadt.

Der geschasste Trainer Veh hatte kurz vor seiner Entlassung geklagt, der Verein sei führungslos. Keeper Frank Rost hatte die Vereinsführung nach der 0:6-Klatsche in München mit harschen Worten kritisiert.