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Hoffenheim, Frauen: Trainersuche "biegt auf Zielgerade ein"

Lerch will Ex-Klub Wolfsburg im Pokal ärgern

Hoffenheims Trainersuche "biegt auf die Zielgerade ein"

Pokal-Spezialist trifft auf Pokal-Spezialisten: Stephan Lerch empfängt Wolfsburg.

Pokal-Spezialist trifft auf Pokal-Spezialisten: Stephan Lerch empfängt Wolfsburg. IMAGO/foto2press

Der DFB-Pokal ist quasi sein Spezialgebiet. Verloren hat Stephan Lerch in diesem Wettbewerb noch nie, aber schon viermal gewonnen: 2018, 2019, 2020 und 2021. Alle vier Pokal-Erfolge - hinzu kamen noch drei Meisterschaften - feierte der Chefcoach und Sportliche Leiter der TSG Hoffenheim in seiner Amtszeit als Cheftrainer des VfL Wolfsburg.

"Das ist eine schöne persönliche Note", erzählt der 39-Jährige, der am Dienstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) im Pokal-Viertelfinale seinen alten Verein aus Wolfsburg in Hoffenheim empfängt. "Ich habe wunderbare Erinnerungen an diesen Wettbewerb. Das waren tolle Momente bei den Endspielen in Köln. Dafür lohnt es sich, alles auf dem Platz zu lassen."

Das muss die TSG auch am Dienstag, um den Serien-Pokalgewinner auf dem Weg zum zehnten Triumph in Folge ein Bein zu stellen. "Wolfsburg ist ein Top-Team und eine harte Nuss. Wenn sie ins Rollen kommen, sind sie nur schwer zu stoppen", weiß Lerch, der den VfL 2021 in Richtung Hoffenheim verließ, um dort die (männliche) U 17 zu übernehmen. Seit März 2023 arbeitet er bei der TSG als Trainer der Frauen-Mannschaft.

Kommt de Pauw? Lerch will keine Namen kommentieren

Am Ende der vergangenen Saison belegte die TSG Tabellenplatz 4 - so wie aktuell auch. In der Bundesliga konnte Hoffenheim dem VfL am 22. Oktober ein 2:2 abtrotzen - nach zwischenzeitlicher 2:0-Führung in Wolfsburg. "Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können", betont Lerch, dem am Dienstag bis auf Langzeitausfall Isabella Hartig alle Spielerinnen zur Verfügung stehen.

DFB-Pokal, Viertelfinale

"Es ist super, dass wir aus dem Vollen schöpfen können. Wir haben uns in der Länderspielpause intensiv und gut vorbereitet", erzählt der TSG-Coach, der von seinen Spielerinnen primär Leidenschaft auf dem Platz erwartet. "Wir müssen leidenschaftlich verteidigen, leidenschaftlich in die Zweikämpfe gehen und leidenschaftlich unsere Chancen zu Ende spielen." Und Lerch ergänzt: "Wir müssen auch bereit sein zu leiden."

Auch neben dem Platz hat Lerch aktuell genügend Themen zu bearbeiten. Da er am Saisonende seinen Trainerposten bei der TSG aufgibt und danach nur noch als Sportlicher Leiter fungieren will, ist er auf der Suche nach einem neuen Coach. Namen wie den des aktuellen Bayer Leverkusen-Trainers Robert de Pauw will Lerch nicht kommentieren, räumt aber ein, "dass wir auf die Zielgrade einbiegen, was meine Nachfolge angeht. Noch gibt es aber nichts zu kommunizieren".

Gunnar Meggers

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