Bundesliga

Hoffenheims Österreich-Connection - TSG 1899: Florian Grillitsch, Stefan Posch, Robert Zulj plus drei Talente

TSG 1899: Grillitsch, Posch, Zulj plus drei Talente

Hoffenheims Österreich-Connection

Österreich hoch drei in Hoffenheim: Florian Grillitsch, Stefan Posch und Robert Zulj (v.l.n.r.).

Österreich hoch drei in Hoffenheim: Florian Grillitsch, Stefan Posch und Robert Zulj (v.l.n.r.). imago

Die Nummer eins: Posch

Grillitsch, Zulj, Posch - bei der TSG 1899 Hoffenheim sind in dieser Saison drei Österreicher auf den Plan getreten. Wobei Letzterer, mit vollem Namen Stefan Posch, auch zuvor schon sporadisch reinschnuppern durfte - schließlich kam der 20-Jährige bereits 2015 in den Kraichgau und diente sich über die U 19 und die U 23 langsam aber sicher nach oben. In der ersten Saisonhälfte zählte der flexible Verteidiger zu den großen Überraschungen in Hoffenheim.

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Posch hatte vor dieser Spielzeit niemand auf dem Zettel. Doch dann bestritt der in Judenburg in der Steiermark geborene Defensivspezialist 13 Einsätze in der Bundesliga und der Europa League im Profiteam, ehe ihn eine Schambeinentzündung bremste. Erst in dieser Länderspielpause kehrte Posch (Vertrag bis 2020) wieder ins Mannschaftstraining zurück und bietet sich als Verstärkung für den Saisonschlussspurt an.

Die Nummer zwei: Zulj

Mit Robert Zulj holte Hoffenheim im Sommer einen weiteren Österreicher. Der offensive Mittelfeldspieler kroatischer Abstammung kam ablösefrei vom Zweitligisten Greuther Fürth. Zulj, dessen jüngerer Bruder Peter für Sturm Graz spielt, stammt aus dem österreichischen Wels bei Linz. Zulj warf eine hartnäckige Adduktorenverletzung in der ersten Saisonhälfte weit zurück, erst am 21. Spieltag debütierte der Neuzugang in der Bundesliga, sein Vertrag läuft noch bis 2020.

Die Nummer drei: Grillitsch

Florian Grillitsch

19 Ligaspiele bislang 2017/18 für Hoffenheim absolviert: der Ex-Bremer Florian Grillitsch. imago

Auch Landsmann Florian Grilltisch kam ablösefrei zur TSG und brauchte ebenso ein wenig Anlaufzeit, ehe sich der zentrale Mittelfeldspieler, der zuvor vier Jahre bei Werder Bremen aktiv war, als Sechser oder Achter zu einer festen Größe entwickelte. Der in Neunkirchen, südlich von Wien geborene Grillitsch komplettiert das aktuelle Trio der TSG aus Österreich und hat sich zum wertvollsten der drei Neuen entwickelt. Der 22-Jährige A-Nationalspieler, der einen Vertrag bis 2021 unterzeichnet hat, wurde dem Vernehmen nach zuletzt sogar von italienischen Renommierklub AC Mailand beobachtet.

Auch 2011 spielten drei Österreicher bei der TSG

Doch damit nicht genug: Auch im Nachwuchsbereich der Hoffenheimer finden sich weitere vielversprechende Talente aus Österreich: Die U-19-Spieler Christoph Baumgartner, Benjamin Wallquist und Tim Linsbichler stammen allesamt aus dem Nachbarland und streben im Team von Trainer Marcel Rapp als Tabellenführer der A-Junioren Bundesliga, Staffel Süd/Südwest, der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft der A-Junioren entgegen.

Übrigens: In den ersten Bundesliga-Jahren der TSG spielten mit Torhüter Ramazan Özcan (2008-2011), dem heutigen Co-Trainer der U 23, Andreas Ibertsberger (2008-2012), und dem für ein halbes Jahr vom FC Bayern München ausgeliehenen David Alaba (2011) schon einmal drei Österreicher gleichzeitig für Hoffenheim.

Michael Pfeifer