Bundesliga

TSG Hoffenheims Talent Marco John: Schule und Bundesliga

TSG-Talent schaffte diese Saison den Durchbruch

Hoffenheims John zwischen Schule und Bundesliga: "Eine Frage der Organisation"

Marco John absolviert parallel zur Bundesliga-Karriere sein Fachabitur.

Marco John absolviert parallel zur Bundesliga-Karriere sein Fachabitur. imago images

Im Januar gab John sein Erstliga-Debüt, in der Folge stand der 19-Jährige elf Mal in der Startelf der TSG. Ein Senkrechtstart. "Es fühlt sich noch immer an wie ein Traum, der ganz schnell Realität wurde. Viele Momente, von denen ich lange geträumt habe, habe ich jetzt tatsächlich erreicht", wird der linke Flügelspieler auf der Klubwebsite zitiert.

Das Dasein als Bundesliga-Profi ist für den gebürtigen Bad Friedrichshaller allerdings noch mit einigem Aufwand verbunden, absolviert er doch parallel noch sein Fachabitur. Die Schulausbildung zugunsten der Laufbahn abzubrechen, war für ihn aber keine Option: "Ich habe nicht nur mit Trainer und Manager, sondern auch mit den Jungs aus der Mannschaft gesprochen. Sie haben mich alle bestätigt in dem Weg."

Zwischen Training, Bundesliga und Unterricht

Noch bis Mitte Juni ist John Schüler, bis dahin muss er den Spagat zwischen Fußballplatz und Schulbank meistern. "Es ist eine Frage der Organisation, der Struktur. In der Woche habe ich eigentlich schon vor dem Training von acht bis zehn Uhr Schule, zuletzt wieder in Präsenz, davor ja lange auch als Online-Unterricht. Manchmal kommt dann abends noch eine Stunde Lernen oder Nachhilfe dazu", sagt er.

Danach kann er sich ganz auf seine Karriere und Entwicklung als Fußballer kontenzentrieren. Dass er noch viel Potenzial hat, glauben auch die TSG-Verantwortlichen, die John erst im Februar mit einem Vertrag bis 2024 ausgestattet haben. Erfüllt er diesen Kontrakt, wäre John dann über zehn Jahre bei der TSG gewesen. Schon als Elfjähriger wechselte er von Union Heilbronn zu den Kraichgauern, durchlief alle Jugendmannschaften, kam in der Youth League zum Einsatz und wurde in diverse DFB-Auswahlmannschaften berufen. Für das Eigengewächs ist aber klar, dass all das nur wenig zählt: "Täglich heißt es für mich, wieder Leistung auf dem Platz zu zeigen. Da bringt es mir nichts, dass ich schon ewig hier im Klub bin, sondern da zählt nur die Leistung in der Gegenwart."

pau