Bundesliga

Hoffenheimer Eigengewächs Elmkies ist wieder im Kommen

Spielpraxis in Mödling und für Israel

Hoffenheimer Eigengewächs Elmkies ist wieder im Kommen

Den Ball im Blick: Ilay Elmkies, hier im Zweikampf mit Kevin Schade (li.).

Den Ball im Blick: Ilay Elmkies, hier im Zweikampf mit Kevin Schade (li.). picture alliance/dpa/Revierfoto

Den kuriosen Karriereweg des Ilay Elmkies markierte gleich diese Besonderheit: Noch ehe das Talent für die TSG in der Bundesliga debütierte, war der Israeli bereits A-Nationalspieler seines Landes. Im Mai 2020 stand Elmkies zum ersten und bislang einzigen Mal für Hoffenheim in der Bundesliga auf dem Platz.

Nach der ersten Vorbereitung unter Cheftrainer Sebastian Hoeneß hatten alle Beteiligten eine Leihe für den sinnvollsten nächsten Schritt erachtet. Doch die Episode in Den Haag erwies sich als Fehltritt. Turbulenzen im Klub, aber auch eine Corona-Erkrankung sowie eine Fußverletzung warfen den Mittelfeldspieler weit zurück.

Spielpraxis in Österreich

Mittlerweile ist der noch bis 2023 an die TSG gebundene Elmkies nach Österreich an Admira Wacker Mödling ausgeliehen. Dort sammelt der 21-Jährige zumindest mit einigen Einwechslungen wieder Spielzeit. Zuletzt trat er aber auch wieder in Deutschland in Erscheinung. Mit Israels U 21 war Hoffenheims Leihgabe in Paderborn Gegner der deutschen Mannschaft (2:3). Und Elmkies bereitete der DFB-Auswahl doch einige Probleme. 

Der ballsichere Techniker sorgte nicht nur für eine stabile Ballzirkulation, sondern war auch maßgeblich an Israels Führungstreffer zum 1:0 beteiligt. Mit einem präzisen Steckpass in den Rücken der deutschen Abwehr hatte Elmkies seinen Kollegen Doron Leidner auf die Reise geschickt, und der zum richtigen Zeitpunkt gestartete Linksverteidiger vollendete entschlossen das feine Zuspiel.

Darum spielt Stiller bei der TSG

Elmkies' Klubkollege Luca Philipp im deutschen Tor war geschlagen. Auch mit dem im Sommer nach Hoffenheim gewechselten Angelo Stiller lieferte sich Elmkies intensive Zweikämpfe im Mittelfeld. Im Spielverlauf aber zeigte sich, warum Stiller und nicht Elmkies aktuell für die TSG spielt. Während Stiller konstant das Niveau hielt, baute Elmkies später zusehends ab und musste auch wegen Krämpfen behandelt werden.

Dennoch war dieser Auftritt ein Lichtblick für den Israeli, der nach einem Rückschritt in der vergangenen Saison nun wieder im Kommen ist. Auf welches Niveau ihn die Entwicklung führt, bleibt allerdings abzuwarten.

Michael Pfeifer

Standard-Gegentore: Wolfsburg und BVB haben massive Probleme