Bundesliga

Bayern-Präsident Uli Hoeneß: "Boateng? Ich glaube, es ist Paris"

FC Bayern will erst 2019 größer investieren

Hoeneß: "Boateng? Ich glaube, es ist Paris"

Sieht den FC Bayern gut aufgestellt: Uli Hoeneß.

Sieht den FC Bayern gut aufgestellt: Uli Hoeneß. imago

Das Pokalspiel hatte Hoeneß bei "Sky" im Fußball-Talk bei Jörg Wontorra schnell abgehakt: "In der ersten Runde Pokal muss man nur weiterkommen. Vergessen wir mal das Spiel." Abgehakt hat der Bayern-Macher auch die ganze Aufregung um die Trainersuche. Jupp Heynckes war für ihn logischerweise erste Wahl. "Als Jupp abgesagt hat, haben wir uns für Niko Kovac entschieden." Und Tuchel? Der habe beim FCB "nicht abgesagt, sondern in Paris zugesagt, weil er nicht mehr warten wollte. Das Märchen, das er unsere erste Wahl war, ist falsch!" Nagelsmann indes war für 2019 "kein Thema. Mit dieser Vita ist er noch drei, vier Jahre zu jung für den FC Bayern".

In Kovac sieht er einen "hungrigen" Trainer, der weiß, "wie wir ticken. Er weiß genau, was man beim FC Bayern von ihm erwartet." Hoeneß ist "100 Prozent überzeugt, dass wir eine sehr, sehr gute Saison spielen werden".

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27.02.1900

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Boateng-Verbleib: Chancen stehen "50 zu 50"

Ob Boateng dabei helfen wird, ist weiter fraglich. "Jerome hat Karl-Heinz Rummenigge mitgeteilt, dass er sich verändern will. Wenn der Spieler weg will und wir Alternativen haben, dann muss man sich damit beschäftigen", meinte Hoeneß, der die Chancen für einen Verbleib bei "50 zu 50" sieht. Doch wohin würde Boateng gehen? "Ich glaube, es ist Paris", so Hoeneß, der über die Modalitäten aufklärte. "Eine Ausleihe kommt nur dann infrage, wenn ein Kaufangebot im nächsten Jahr vorliegt."

Rudy? "15 Millionen werden nicht reichen"

Sollte Boateng bleiben, wäre Hoeneß auch glücklich, "weil er ein fantastischer Spieler ist". So sieht er es auch im Fall Rudy. Auch der Mittelfeldspieler ist auf den Verein zugekommen. "Hasan Salihamidzic hat ihm auch erlaubt, mit anderen Vereinen zu sprechen." Rudy will mehr spielen, bei der Ablöse selbst ist mit Hoeneß aber nicht zu spaßen. 15 Millionen? "Das reicht nicht. Es kann nicht sein, dass Bayern zahlen soll wie ein Weltmeister und die anderen kriegen alles umsonst." In der nächsten Woche soll eine Entscheidung in Sachen Rudy fallen, Leipzig und Schalke buhlen um den Nationalspieler.

Lewandowski schießt 35 Tore

Auch Lewandowski hatte Abwanderungsgedanken geäußert, der FCB blieb hart. "Wir haben uns dagegen entschieden. Wir haben außer Sandro Wagner keinen weiteren Mittelstürmer. Und vor allem keinen, der 30 Tore schießen kann", betonte Hoeneß, der angeblich über "150 Millionen" für den Polen hätte haben können. "Er hat noch drei Jahre Vertrag. Und ich bin überzeugt, dass er eine sehr gute Saison spielen wird. Wenn er in Form ist, schießt er in der Bundesliga 35 Tore."

Bayern sammelt Geld - für 2019

Wieso der FC Bayern für seine Transferpolitik kritisiert wird, kann Hoeneß indes nicht nachvollziehen. "Nur Geld auszugeben, damit das Sommerloch der Medien ausgefüllt ist - das ist ja sinn- und zwecklos", meinte der FCB-Präsident, der die Bayern für die kommende Spielzeit gut aufgestellt sieht. "Wir sammeln ein bisschen Geld ein, damit wir im nächsten Jahr zuschlagen können", blickte Hoeneß voraus. Da will der FCB, wie der kicker in seiner Donnerstagsausgabe berichtete, wieder "klotzen", um dann "die eine oder andere Position neu zu besetzen". Doch zunächst ist Zurückhaltung angesagt. Hoeneß glaubt dennoch, im Konzert der Großen international weiter mitzuspielen: "Nicht die, die am meisten Geld ausgeben, gewinnen am meisten."

nik

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