Bundesliga

Hoeneß und Breitner versöhnen sich bei Trauerfeier für Gerd Müller

Jahrelanger Streit beigelegt - Rummenigge als Vermittler

Hoeneß und Breitner versöhnen sich bei Trauerfeier für Gerd Müller

FCB-Geschichte geschrieben: Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Paul Breitner (v.li.) bei der Verleihung des Bayerischen Sportpreises.

FCB-Geschichte geschrieben: Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Paul Breitner (v.li.) bei der Verleihung des Bayerischen Sportpreises. imago images/Future Image

Sie seien manchmal wie ein altes Ehepaar, sagte Breitner in der Dokumentation "Profis - Ein Jahr Fußball mit Paul Breitner und Uli Hoeneß", in der der FC Bayern in der Saison 1978/79 begleitet wurde. Hoeneß und Breitner lebten in einer WG, teilten sich bei Trainingslagern ein Zimmer. Ein scheinbar unzertrennliches Paar.

Doch trotz aller großen Erfolge, unter anderem die gewonnene Weltmeisterschaft 1974, zerbrach die Freundschaft. 1983 kam es zum ersten Zerwürfnis, Jahre später versöhnten sich beide, um dann wieder getrennte Wege zu gehen. Ausschlaggebend war die Pressekonferenz, in der die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Hasan Salihamidzic 2018 zur großen Medienschelte ansetzten. Rummenigge zitierte seinerzeit sogar das Grundgesetz ("Die Würde des Menschen ist unantastbar"). Breitner kritisierte den Auftritt der FCB-Granden scharf, die nächste Eiszeit brach an.

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Doch auf der Trauerfeier für den im August verstorbenen Gerd Müller näherten sich die Bayern-Streithähne Breitner und Hoeneß wieder an. Der Anlass habe die beiden laut Breitner, der im September seinen 70. Geburtstag feierte, "dazu gebracht zu sagen: 'Mensch, eigentlich sind wir ja vernünftige Leute. Jetzt haben wir uns Jahrzehnte verhalten, wie es nicht einmal kleine Kinder tun würden.'" Am Rande des Bayerischen Sportpreises sagte er dem BR außerdem: "Wir haben so viele schöne Jahre privat und natürlich auch mit dem FC Bayern und der Nationalmannschaft verlebt, dass es ein Wahnsinn wäre, wenn man das nur kaputtmacht."

Auch Hoeneß äußerte sich zur Versöhnung:  "So ein Anlass war eine besonders gute Möglichkeit, um das Kriegsbeil zu begraben und nach vorne zu schauen. Das hat sich wirklich so realisieren lassen." Mitgeholfen hat laut der "AZ" auch Rummenigge. Ihm ist es nach eigener Aussage "sogar gelungen, das Verhältnis wieder so hinzubiegen, dass die zwei sich zum Schluss unseres Gesprächs umarmt haben". 

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