Bundesliga

Hoeneß kündigt "schlanke Kaderstruktur" an

TSG-Trainer rechnet mit Verbleib der EM-Stars

Hoeneß kündigt "schlanke Kaderstruktur" an

Sebastian Hoeneß rechnet mit dem Verbleib von Andrej Kramaric.

Sebastian Hoeneß rechnet mit dem Verbleib von Andrej Kramaric. imago images

"Es wird eher darum gehen, eine schlanke Kaderstruktur zu bekommen", so der Trainer am Sonntagnachmittag. Eine konkrete Zahl zur Kadergröße mochte Hoeneß nicht nennen, umriss aber: "Es wird schon darum gehen, dass wir einen Kader haben, in dem jeder Spieler realistische Chancen hat, zu spielen." Zuvorderst dürften Direktor Profifußball Alexander Rosen und Chefscout Bastian Huber damit beschäftigt sein, Abnehmer zu finden für Joshua Brenet (Vertrag bis 2022) und Kasim Adams (2023), vielleicht auch Ishak Belfodil (2022). Auch für Leih-Rückkehrer Justin Hoogma (2022) dürfte es schwierig werden.

Problemstelle Innenverteidigung?

Wobei Hoeneß mit Blick auf die Innenverteidigung nicht unbedingt ein Überangebot sieht, da speziell die Langzeitverletzten Benjamin Hübner und Ermin Bicakcic gewiss noch Zeit brauchen. "Wir müssen schauen, wie sich die Situation hinten zentral entwickelt", sagte der Coach, der als ausgewiesener Fan von Chris Richards gilt. "Chris war ein halbes Jahr da, er hat seine Sache ordentlich gemacht. Aber: Er ist bei Bayern München in der Vorbereitung und wird diese dort absolvieren", antwortet Hoeneß diplomatisch korrekt auf die Frage nach der Winterleihgabe. Es ist kein Geheimnis, dass die Hoffenheimer den 21-Jährigen gerne erneut in den Kraichgau lotsen würden. Abgesehen davon dürfte auf der Zugangsseite nicht mehr viel passieren, kündigt Hoeneß an: "Möglicherweise noch einen in der Offensive. Mehr wird es nicht werden."

"Ich gehe davon aus, dass sie alle zurückkehren"

Noch rechnet der 39-Jährige damit, dass auch die mit jeweils drei Wochen Urlaub bedachten EM-Stars Andrej Kramaric, Christoph Baumgartner, Florian Grillitsch, Pavel Kaderabek oder Robert Skov zum TSG-Kader der Saison 2021/22 gehören. "Ich gehe davon aus, dass sie alle zurückkehren. Ich bin in Kontakt mit den Jungs und habe keine anderen Zeichen wahrgenommen", berichtet der Trainer, der in sein zweites Bundesligajahr geht und natürlich weiß, dass bei entsprechenden Angeboten auch Leistungsträger abgegeben werden müssen: "Die Vergangenheit der TSG hat gezeigt, dass es immer mal wieder über Verkäufe geht."

Benni Hofmann