Bundesliga

Hoffenheim vor Spiel in Leipzig: "Nicht angesagt, Panik zu verbreiten"

Coach meidet das Wort Abstiegskampf - Fragezeichen hinter Rudy und Akpoguma

Hoeneß: "Es ist nicht angesagt, Panik zu verbreiten"

Noch immer alles in der eigenen Hand: Sebastian Hoeneß und die TSG Hoffenheim.

Noch immer alles in der eigenen Hand: Sebastian Hoeneß und die TSG Hoffenheim. imago images

Mit dem Punktgewinn beim 0:0 am Montag gegen Leverkusen hat die TSG Hoffenheim das Punktepolster auf Rang 16 auf fünf Zähler erhöht. Dennoch kein beruhigender Vorsprung angesichts der kommenden Aufgaben am Freitag in Leipzig, kommenden Mittwoch gegen Gladbach und danach in Freiburg.

Trotz wiederholter Nachfragen umkurvte auch an diesem Mittwoch Cheftrainer Sebastian Hoeneß den Begriff "Abstiegskampf" zielsicher. "Das ist wohl für die Medien wichtig, dieses Wort in den Mund zu nehmen", schloss Hoeneß und tat es auch diesmal nicht. Stattdessen umschrieb der 38-Jährige die Gesamtlage der TSG so: "Wir sind hellwach und wissen, dass wir punkten müssen", sagt Hoeneß und fügt hinzu: "Es ist auch nicht angesagt, Panik zu verbreiten. Wir haben Vertrauen in uns als Mannschaft, dass wir die nötigen Punkte holen."

Ich traue uns in Leipzig auch einen Überraschungssieg zu.

Sebastian Hoeneß

Ob denn seine eher auf spielerische Elemente getrimmte Mannschaft überhaupt Abstiegskampf könne, wurde nachgehakt. "Das hat man am Montag gesehen, das ist, was zählt", so der TSG-Coach, "es ging darum, einen Aggressionsmodus zu haben, um Intensität reinzubringen und Zweikämpfe zu gewinnen. Das ist unser Thema, da habe ich einen Fortschritt gesehen, und der hat dazu geführt, dass wir gegen eine Top-Sechs-Mannschaft gepunktet haben."

Am Freitag schon geht es gegen den Zweitplatzierten RB Leipzig. "Auch da müssen wir wieder eine entsprechende Haltung an den Tag legen, Aggressivität, Zweikampfbereitschaft, Intensität, um gut im Spiel zu sein", mahnt Hoeneß, "wenn wir auch da punkten, ist das schon mal okay, ich traue uns dort aber auch einen Überraschungssieg zu." Das würde die Gesamtlage sicherlich entspannen. Doch selbst bei einer Niederlage dürfte Hoeneß das Wort Abstiegskampf weiter vermeiden. Er formuliert es so: "Wir müssen wachsam sein und schnell die nötigen Punkte holen müssen, um den Klassenerhalt auch fix zu machen." So kann man es auch sagen.

Personell wird Hoeneß wohl weiter auf Kevin Vogt (Wade) verzichten müssen, auch für die im Leverkusen-Spiel angeschlagenen Sebastian Rudy und Kevin Akpoguma dürfte dieses Spiel wohl zu früh kommen.

Michael Pfeifer

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