Bundesliga

TSG-Coach Hoeneß: "Gibt nicht den richtigen oder falschen Zeitpunkt"

TSG-Coach vor dem Wiedersehen mit dem FC Bayern

Hoeneß: "Es gibt nicht den richtigen oder falschen Zeitpunkt"

Sebastian Hoeneß

TSG-Coach Sebastian Hoeneß blickt dem Duell mit Ex-Klub FC Bayern gespannt entgegen. imago images

Das mag auch daran liegen, dass sich "das Lazarett langsam lichtet". Der frühe Zeitpunkt des Aufeinandertreffens mit dem FC Bayern spielt für Hoeneß eine untergeordnete Rolle. "Es gibt nicht den richtigen oder falschen Zeitpunkt gegen die Bayern", führte der 38-Jährige vor dem Duell mit dem Rekordmeister am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! kicker) aus. Sie sind "die aktuell beste Mannschaft der Welt", sagte Hoeneß, um sich direkt ein bisschen zu korrigieren: "Zumindest von Europa."

Wahrscheinlich tat er das mit Blick auf den Supercupsieg am Donnerstagabend gegen den FC Sevilla, wobei es ja relativ wurscht ist, ob der Gegner nun der Beste der Welt oder "nur" der Beste des Kontinents ist - schwer wird es so oder so. Ob es angesichts der kräftezehrenden Verlängerung in Budapest zumindest ein wenig einfacher wird, sei mal dahingestellt. Aber immerhin hat Sevilla nach dem blamablen 0:8 des FC Schalke dem Branchenprimus gezeigt, dass es auch Vereine gibt, von denen Gegenwehr zu erwarten ist.

Hoeneß wird sehr genau beobachtet haben, wie der Europa-League-Sieger gerade in der Mittelfeldzentrale die Räume engmachte und dass es den Bayern nicht gerade schmeckte, wenn sie über Außen gelenkt wurden.

Hübner noch nicht im Mannschaftstraining

In jedem Fall gab sich der Drittligameistertrainer der "kleinen" Bayern kämpferisch. Sprach von Nadelstichen, von der richtigen Haltung, die wichtiger sei als die Höhe der Verteidigungslinie, wie er angesprochen auf Thomas Müllers Äußerungen, er sei von der Höhe der Schalker Viererkette überrascht gewesen, erklärte. Was den neuerlichen Ausfall von Kapitän Benjamin Hübner ("Er steigert sein Pensum, hat aber noch nicht teilgenommen am Mannschaftstraining.") als bissiger Zweikämpfer für die TSG schmerzlich macht.

Keine konkrete Prognose bei Skov und Grillitsch

Bei Robert Skov und Florian Grillitsch sieht es hingegen besser aus. "Sie waren auf dem Trainingsplatz mit der Mannschaft unterwegs", sagte Hoeneß, ohne eine konkrete Prognose für Sonntag abzugeben. Gerade Grillitsch wäre mit Blick auf die Rolle als Regisseur und Kommandogeber im Zentrum wichtig, zumal der Österreicher auch die Tiefenpässe im Fuß hat, mit denen man drückende Bayern möglicherweise aushebeln könnte. Da wäre dann schon eher der Zeitpunkt des Aufeinandertreffens entscheidend.

Benni Hofmann

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